Seehausen l Der Seehäuser Verbandsgemeidebürgermeister Rüdiger Kloth musste noch konstatieren, dass für die Kommune Mittel aus dem Ausgleichsstock des Landes Sachsen-Anhalt für einen kurzfristigen Schlag gegen den Eichenprozessionsspinner wegen der Regularien und der Höhe des Eigenanteils (400.000 Euro)nicht in Frage kommen. Gestern die Kehrtwende.

Finanzminister André Schröder unterzeichnete einen Runderlass, nachdem alle Gemeinden, die ähnlich wie Seehausen unter der Raupenplage leiden, Mittel aus dem Ausgleichsstock unter vereinfachten Bedingungen – quasi auf dem kurzen Dienstweg – und zu deutlich besseren Konditionen beantragen können.

Demnach gilt jetzt bei den unvorhergesehenen Ausgaben die sogenannte Bagatellgrenze von fünf Euro je Einwohner. Das wären für Seehausen etwas über 50.000 Euro. Für rund 1000 Eichen, die an Brennpunkten abgesaugt werden sollen, sind etwa 100.000 Euro veranschlagt. Und von der Summe müsste die Verbandsgemeinde „nur“ zehn Prozent tragen.

Da sich die Kommune vorsorglich Angebote zum Absaugen der Eichen von Fachfirmen eingeholt hat, geht Kloth von einem schnellen Start aus.

Und noch eine Nachricht flatterte Kloth gestern ins Haus. Die innerministerielle Arbeitsgruppe hat die Einladung des Bürgermeisters angenommen und will sich am 28. Juni, selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.