Werben l Die Investition wird sogar 110.000 Euro betragen. 10.000 Euro kommen vom SV Rot-Weiß Werben selbst, der angesichts der klammen Haushaltslage der Stadt, die Eigentümerin der Sporthalle ist, in einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschloss, den notwendigen Eigenanteil selbst zu tragen. „Damit wir diese Fördermöglichkeit nicht verpassen“, äußerte sich der Vereinsvorsitzende Bernd Schulze, der sich bereits zur Bürgermeister-Amtszeit von Wolfgang Tacke hinter das Projekt klemmte. Kreissportbund, Landesportbund, Bauamt der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau, vor allem Bernd Schulze selbst waren in den schwierigen Antragsprozess samt Energiepass und so weiter eingebunden. „Du musst die nachhaltige Nutzung richtig fett begründen“, so Schulze. Stichtag für die Abgabe beim Landesförderprogramm für „Sportstätten außerhalb von Schulen“ war der 15. November. „Mit Hängen und Würgen“ wurde es der 13. November. „Die Turnhalle füllt im Bauamt einen ganzen Ordner, sie haben mich dort öfter gesehen, als ihnen lieb ist“, scherzte Schulze gestern und schickte ein Dankeschön gen Verwaltung.

Der jetzige Werbener Bürgermeister wiederholt gerne, was mit dem Geld gemacht werden soll: Die Werbener Sporthalle wird energetisch ertüchtigt. Dazu gehören neue Fenster und ein Dämmputz an der Westseite, jener Wand, die noch original vom alten Lokschuppen herrührt und über die am meisten Wärme verloren geht. Dazu gehören die Komplett-Umstellung auf Gasheizung und LED-Leuchtmittel. Die Halle, die grundsätzlich noch auf dem Sanierungsstand vom Erbauungsjahr 1977 ist, wird durch die Maßnahme von innen noch nicht schön, aber sie wird energetisch tragbar. Vor allem wegen der maroden Nachtspeicheröfen und der schlechten Dämmung kostete sie die Stadt jährlich rund 20.000 Euro in der Unterhaltung. Schulze hofft, diese Kosten auf rund 12.000 Euro senken zu können.

Nächster Schritt ist die Ausschreibung. „Am besten wäre es dann, wenn die Maßnahme in den Sommerferien umgesetzt wird.“ Dann sei am wenigsten Betrieb in der Halle. Wann es die angekündigte große Party gibt, könne Schulze noch nicht genau sagen: „Das Wildschwein dafür liegt jedenfalls schon im Gefrierschrank.“ Bei einem guten Happen können sich die Vereinsmitglieder – aktuell 184 – dann auch darüber unterhalten, was als nächstes in ihrer Sporthalle gemacht werden soll. „Ganz klar der Hallenboden, der ist hin“, so Schulze. Und die Toiletten, die seien zwar sauber, aber das wars dann auch schon.

Mit finanzieller Hilfe der Stadt Werben, von Sponsoren und des MDR-Fernsehens konnte Rot-Weiß 2016 die Dämmung einer Hallenwand und die Erweiterung der Gasheizung in die Tat umsetzen. Bald kann dank des positiven Förderbescheids komplett darauf umgestellt werden.