Osterburg l Das Geld liegt bereits griffbereit auf einem Konto der Stadt: Die Einheitsgemeinde Osterburg kann im kommenden Jahr das Sozialgebäude am „Bleiche“-Sportplatz sanieren. Dafür sollen Ausgleichsbeträge aus dem Osterburger Altstadt-Sanierungsgebiet genutzt werden, informiert Bauamtsleiter Matthias Köberle. Dies hatte der Stadtrat bereits Anfang Februar beschlossen und soll nun 2021 in die Tat umgesetzt werden.

Unter anderem sei geplant, „im Flur des Sozialgebäudes die Brandlast zu enfernen“, kündigt Köberle an. Unter diesem Punkt würden unter anderem die Entfernung der bisherigen Holzvertäfelung, eine neue Decke, die Installierung einer neuen Beleuchtung sowie das Anbringen einer Verkleidung an den Wänden fallen. Letztere soll die Flurwände vor etwaigen Schäden oder Verschmutzungen schützen. Zudem sind der Einbau zweier Fluchttüren mit Panikverschluss sowie die Erneuerung des Duschbereiches angedacht. Nicht zuletzt stehe die Modernisierung der gesamten Elektro­anlage auf dem Plan.

Bauamtsleiter Köberle geht nach aktuellem Stand von Investitionskosten in sechsstelliger Höhe aus. Das Vorhaben falle dennoch kleiner aus als anfänglich gedacht. „Würden wir mehr machen wollen, wären die Folgekosten enorm, weil dann in die Struktur des Sozialgebäudes eingegriffen werden müsste. Aus diesem Grund nehmen wir im kommenden Jahr nur das unbedingt Notwendige in Angriff“, sagt Köberle.

Wie der Bauamtsleiter bestätigt, gibt es auf der „Bleiche“ aber nicht nur am und im Sozialgebäude Handlungsbedarf. Auch die Spielfelder sowie die Tartanbahn seien längst erneuerungsbedürftig, stehen aber im Osterburger Rathaus offenkundig noch nicht auf der Tagesordnung. Aus finanziellen Gründen, macht Köberle deutlich. Denn um sowohl auf dem Fußballplatz als auch auf der Laufbahn nachhaltig „Hand anlegen“ zu können, sei die Einheitsgemeinde auf Fördergelder angewiesen. „Uns liegt eine Kostenschätzung aus dem Jahr 2019 vor, nach der die Erneuerung der Sportanlagen insgesamt rund 460.000 Euro kosten würde“, nennt der Bauamtsleiter eine Zahl. Diese Summe sei für die Einheitsgemeinde allein und aus eigener Kraft nicht zu stemmen, so der Bauamtsleiter. Die Kommune prüfe daher, ob für die Sanierung des Fußballplatzes sowie der Laufbahn ein Förderprogramm in Betracht gezogen werden könnte, so der Bauamtsleiter.