Krusemark/Hindenburg l Der Wohnblock in der Werbener Straße Hindenburg ortsauswärts rechts hat eine Sanierung am meisten nötig. „Da muss im Grunde eine Kernsanierung gemacht werden“, sagt Harald Mottitschka, der Vorsitzende des Krusemarker Bauausschusses. Im Förderantrag über die Dorferneuerung sind deswegen auch Gesamtinvestitionen von 186.000 Euro verzeichnet: für die Außenhülle, für Fenster, das komplette Dach, eine neue Heizung und die Nebengelasse. Die erhoffte Fördersumme beträgt 143.000 Euro.

Bauamtsmitarbeiterin Michaela Herbst trug dies in der jüngsten Bauausschusssitzung am Dienstag noch einmal vor. Auch die Daten des Förderantrages für den weitaus größeren Wohnblock in der Hauptstraße Hohenberg-Krusemark. Dort liegen die veranschlagten Gesamtkosten bei 500.000 Euro, erhoffte Fördergelder 361.000 Euro, wobei die Sanierungsvariante auch „de luxe“ ist. Heißt, neben einem neuen Dach, Dämmungsverstärkung außen, Kellerdeckendämmung, Treppenaufgängen etc sind auch Balkone vorgesehen, die bisher nicht vorhanden sind. „Aber die Frage nach Balkonen ist immer die erste“, sagte Kay Lindemann, der als Leiter des Infrastrukturbetriebes Arneburg auch für Wohnungsverwaltung in Krusemark zuständig ist.

Vom Bauausschuss keine Widerrede. Denn Sinn und Zweck der ganzen „Wohnungs­offensive“ ist ja, dass die Gemeinde attraktiven Wohnraum vorhalten kann. Mit dem genehmigten Kredit im Rücken lässt sich darüber auch schon entspannter reden, wobei sich das Gremium trotzdem darauf verständigte, jetzt nichts zu überschlagen. So sollen erst mal die Fördermittelbescheide abgewartet werden.

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Laut Michaela Herbst rechnet die Verwaltung im Juni oder Juli damit. Davon abhängig könnte sich der Gemeinderat an die Feinabstimmung machen, entscheiden, welchen Block oder welche Blöcke in die Gunst der Sanierung kommen sollen. Theoretisch würde der Kredit ausreichen, um bei zweifacher Förderung die Eigenanteile für beide Objekte zu stemmen. Aber Vorsicht, habe sich doch schon so manches Vorhaben reihum angesichts der guten Auftragslage für Handwerkerbetriebe von den Kosten her weit mehr als verdoppelt.

Auch vor diesem Hintergrund erscheint es dem Bauausschuss mehr als sinnvoll, erst im Herbst in die Ausschreibungen zu gehen, sodass gegebenenfalls im Frühjahr mit den Sanierungen begonnen werden kann.

Für die Mieter würde sich nach den Sanierungen die Miete etwas erhöhen. „Anders ist das ja gar nicht händelbar“, sagt Harald Mottitschka.