Jagdrecht gefordert

Schäfer aus Groß Garz verzweifelt: Wolf reißt bei Seehausen elf Tiere in drei Tagen

Der letzte Wolfsriss war am Montag. Klaus Hildebrandt (58), Schäfer aus Groß Garz, müsste aus wirtschaftlicher Sicht eigentlich alles hinschmeißen. 300 Schafe habe ihm der streng geschützte Wolf schon genommen. Das Raubtier gehört endlich ins Jagdrecht, sagen auch VG-Bürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) und Horst Sandmann von der Wasserwacht.

Von Karina Hoppe 15.09.2021, 15:50 • Aktualisiert: 16.09.2021, 08:36
Elbdeich, Wanzer: Schäfer Klaus Hildebrandt (v.l.) verlor erst am Wochenende elf Schafe an den Wolf. Auch Horst Sandmann und Rüdiger Kloth haben die Faxen dicke.
Elbdeich, Wanzer: Schäfer Klaus Hildebrandt (v.l.) verlor erst am Wochenende elf Schafe an den Wolf. Auch Horst Sandmann und Rüdiger Kloth haben die Faxen dicke. Foto: Karina Hoppe

Wanzer - Wenn die Schafe, die er findet, wenigstens alle tot wären. Aber das seien sie bei Leibe nicht. Zum Beweis zeigt Schäfer Klaus Hildebrandt (58) gestern Vormittag auf dem Elbdeich an der Hohen Garbe Wanzer ein Video auf seinem Handy. Ein ausgewachsenes Schaf versucht zu laufen, aber die Hinterläufe sind offen gebrochen und stehen unnatürlich ab. Der Betrachter wendet sich automatisch ab. „Ich bin echt kein Weichei, aber das möchtest du nicht sehen“, sagt Hildebrandt, der einmal mehr auf schreckliche Tage zurückblickt. Am Sonnabend habe er durch einen mutmaßlichen Wolfsriss acht Schafe verloren, ein weiteres als Folge des Angriffs noch am nächsten Tag. Und am Montag war der Wolf wieder da, dieses Mal erledigte er zwei Schafe. Im Beisein von VG-Bürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) und Horst Sandmann, dem Leiter der Wasserwehr der Verbandsgemeinde Seehausen, kommt Hildebrandt gestern summa summarum auf 300 Tiere. 300 Schafe habe ihm der Wolf seit 2013 genommen. „Der erste Riss war am 23. Juli 2013, ich weiß es noch genau.“

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