15. Auflage mit Festgottesdienst, Umzug und abwechslungsreicher Unterhaltung

Schinnscher feiern Erntedank

Von Axel Junker

In Schinne wurde am Sonnabend zum 15. Mal zum Erntedankfest geladen. Der traditionelle, historische Umzug, der vom Schinner Spielmannszug angeführt wurde, gehörte wie gewohnt zu den Höhepunkten des Festes.

Schinne. "Sinn de Schinnschen all dörch?" war am Sonnabend im Umzug zum Erntedankfest zu lesen. Nachdem alle "Schinnschen", die sich am historischen Zug durch das Dorf beteiligt hatten, dann tatsächlich durch waren, wurde am Gerätehaus kräftig gefeiert. Hochsommerliche Temperaturen begleiteten den Erntedank der Schinnscher, genau wie Dirk Mertens als charmanter Moderator.

Der Begrüßung durch Schinnes Ortsbürgermeister Ralf Berlin, der Fritz Mertens für sein Engagement den dies- jährigen Ehrenpreis verlieh, folgte ein sehenswertes Programm, dass die Knirpse von Kindergarten, Grundschule und Hort gestalteten. Die Jüngsten sorgten zum Auftakt als Schäfchen verkleidet für Entzücken bei den zahlreichen Gästen. Die Erzieherinnen hielten als "Hirtinnen" die Rasselbande bei ihrem Auftritt zusammen.

Noch vor dem Umzug wurde das Erntedankfest, wie in Schinne gewohnt, mit einem Gottesdienst im Gerätehaus eingeläutet. Pfarrer Alfredo Rockstroh hielt den Gottesdienst ab, für den musikalischen Rahmen sorgte der Männerchor des Schinner Carneval Clubs.

Freche Berliner Lieder unterhalten Publikum

Zum weiteren Programm des Schinner Erntedankfestes gehörten am Sonnabend die Jagdhornbläser sowie Sängerin Thea Steur. Letztere sorgte mit "frechen Berliner Liedern" für gute Unterhaltung im Publikum. Die Schinnscher Frauen hielten den gesamten Nachmittag für die zahlreichen Gäste Kaffee und selbstgebackenen Kuchen bereit. Mit Musik und Tanz klang das 15. Erntedankfest der Schinnscher in gemütlicher Runde aus.

Wer mehr über die im Umzug aufgeworfene Frage "Sinn de Schinnschen all dörch?" erfahren möchte, sollte im zweiten Band der Reihe "Das Wissen der Region" blättern. Hier hat Schinnes Orts-Chronist Wilfried Rogge die mittlerweile altmarkweit bekannte Anekdote, die von einem Ausflug einiger Schinnscher Frauen nach Berlin in den dreißiger Jahren handelt, niedergeschrieben. Passend dazu war am Sonnabend auch Viola Bork als Bedienstete der Deutschen Reichsbahn im Umzug vertreten.