Werben l Den Ausfall des Biedermeier-Christmarktes einfach so hinnehmen? Zumal bereits der Sommermarkt coronabedingt gestrichen werden musste? Nein! Das wollte der Arbeitskreis Werbener Altstadt (AWA) nicht und beschloss, mit der Aktion „Werben leuchtet“ ein warmes Ausrufezeichen in trüber Zeit zu setzen, die Hansestadt in diesem Jahr besonders schön weihnachtlich zu schmücken. So sehr, dass es eine Reise wert ist.

Herrnhuter-Sammelbestellung

Gut gedacht und nun grätscht abermals das Virus dazwischen. Denn ein Vereinsmitglied wurde positiv getestet, das Gesundheitsamt musste mehrere Aktive in Quarantäne schicken. „Uns bleibt also nichts anderes, als die Aktion zu unterbrechen“, sagt Werner Eifrig, der selbst zu Hause bleiben muss. Gut, dass er es gerade noch geschafft hat, die vielfach an Hauswänden wachsenden Kletterrosen zu beschneiden und „in diesem Jahr besonders üppig“ mit Tannengrün zu versehen. „So konnte unser Kindergarten schon schön schmücken gehen.“ Die Aktion Herrnhuter Sterne sei nun aber leider erst mal unterbrochen. Der AWA machte eine kleine Umfrage und gab schließlich eine Sammelbestellung auch für privat auf. „Wir helfen den Leuten dann beim Anbringen, wenn sie mögen“, so Eifrig. Manche haben vielleicht schon länger mit dem Gedanken gespielt, sich einen Herrnhuter Stern anzuschaffen, der AWA konnte hier und dort den letzten Anstoß dazu geben.

"Guckhäuser" geplant

Geplant ist überdies, leerstehende Häuser innen zu schmücken. Vielleicht märchenhafte Szenen darzustellen, ähnlich wie der AWA es zum Biedermeier-Christmarkt regelmäßig mit dem alten Fachwerkhaus in der Fabianstraße  26 macht, das als „Guckhaus“ schon für einige Unterhaltung gesorgt hat. Da ist ausdrücklich erwünscht, was man sonst nicht macht: die Nase an die Scheibe drücken und „gucken“.

Bilder

„Wir werden die Aktion auf jeden Fall zu Ende bringen“, sagt Werner Eifrig. Nur eben verspätet. Der Verein hoffe aber nun erst mal, dass alle gut durch die Infektion beziehungsweise Quarantäne kommen. Die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck ist vergleichsweise stark vom Virus betroffen. Mit Stand Donnerstag 11 Uhr befanden sich 185 Personen in Quarantäne, davon wurden 23 positiv getestet.