Anzeige erstattet

Schon wieder: Randalierer reißen in der Wische Rad-Wegweiser aus Beton-Verankerung

Randalierer haben in der Gemeinde Altmärkische Wische (Neukirchen) Rad-Wegweiser demoliert. Bürgermeister Willi Hamann erstattete Anzeige bei der Polizei. Hat vielleicht jemand etwas beobachtet?

Von Ralf Franke
Nicht besonders kreativ, aber mit viel Gewalt „sagten“ Vandalen wieder den Wegweisern ihre Meinung.
Nicht besonders kreativ, aber mit viel Gewalt „sagten“ Vandalen wieder den Wegweisern ihre Meinung. Foto: privat

Neukirchen - Die kreativen Wegweiser, die in der Gemeinde „Altmärkische Wische“ Touristen bei der Orientierung im Elbvorland helfen und diese auch mal abseits der üblichen Ruten ins Hinterland locken sollen, wurden zwischen Freitag und Sonnabend wieder Opfer von Vandalen. Nachdem vor ein paar Wochen zwei der fest montierten, bunten und beschrifteten Drahtesel in Wendemark aus ihren einbetonierten Verankerungen gelöst worden waren, traf es dieses Mal bei Neukirchen am Elberadweg zwei Wegweiser, die in Richtung Schönberg sowie Wendemark beziehungsweise Werben zeigten und Infoschilder für eine Pension.

Kraft haben die Täter ganz offensichtlich, nur bei deren Steuerung gibt es Defizite. Sonnabendvormittag wurde der Schaden entdeckt. Auch wenn die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Fahndung nicht besonders groß sind, hat Bürgermeister Willi Hamann Strafanzeige erstattet und setzt darauf, dass vielleicht jemand etwas beobachtet hat, was den Ermittlern helfen könnte.

Neue Wegweiser in Planung

Der materielle Schaden hält sich bei den Schrotträdern in Grenzen. Größer ist der ideale Schaden, der das Gemeindeoberhaupt verärgert. Zum einen werden die Mühen mit Füßen getreten, die Kommune etwas attraktiver zu gestalten, zum anderen sind derartige Aktionen schlecht für das Image der Wische. Trotzdem werden auch diese Wegweiser wieder aufgebaut und mit der entsprechenden Beschriftung versehen. Genug alte Fahrräder, die sich nicht mehr für Ausflüge eignen, aber Ausflüglern trotzdem wertvolle Dienste leisten können, hat die Gemeinde jedenfalls in Reserve. Und zwar so viele, dass zu den vorhandenen Wegweisern noch einige neue dazu kommen können und sollen.