Rossau l Wie von Ortsbürgermeister Bernd Drong im Vorfeld angekündigt, setzten die Rossauer den Aufbau der Sperre nach dem nachgeholten Osterfeuer in die Tat um. Zusätzlich weist ein Schild darauf hin, dass die Ablagerung von Grünschnitt auf dem Freizeitgelände untersagt ist. In den ersten Wochen nach ihrem Aufbau habe die neue Schranke die in ihr gesetzten Erwartungen vollends erfüllt, zog Bernd Drong auf Nachfrage der Volksstimme ein erstes Zwischenresümee. Grünschnitt sei jedenfalls bis dato nicht mehr auf dem Gelände abgelagert worden.

 Dennoch bleibt Drong in Sachen Brauchtumsfeuer nicht sorgenfrei. Ganz im Gegenteil steht hinter ihnen in Rossau weiterhin ein Fragezeichen. Nachdem es früher üblich war, das Feuer nach Veranstaltungsende beaufsichtigt ausbrennen zu lassen, sind die Ausrichter mittlerweile aufgefordert, es sofort abzulöschen. „Klar, wenn man nur ein paar Holzscheite hat, ist das alles kein Problem.

Aber ist so etwas ein Brauchtumsfeuer? Bei Haufen, wie wir sie in unserem Dorf gewohnt sind, kommt das Ablöschen einen echten Kraftakt gleich, für den wir einmal mehr unsere Wehr in die Pflicht nehmen müssten“, sagte Drong. Und auch das Hinterher missfällt dem Ortschef. „Wenn Wasser so in Mengen auf das Feuer gespritzt wird, schaffen wir uns einen Modderberg, auf dem wir ganz bestimmt sitzenbleiben“, sagt Drong.

Im Austausch mit Bekannten aus anderen Bundesländern wie zum Beispiel Brandenburg weiß der Rossauer Bürgermeister, „dass das von uns abgeforderte sofortige Ablöschen dort unbekannt ist und mit Kopfschütteln quittiert wird.“ Und auch der Ortschaftsrat will sich mit dieser Regelung, die die Tradition des Brauchtumsfeuers gefährde, nicht abfinden. Drong wurde von den Ortspolitikern beauftragt, das Thema weiter zu verfolgen und unter anderem auch in der Beratungsrunde der Osterburger Ortsbürgermeister zur Sprache zu bringen.