Goldbeck l Die Anfangstage waren für Ramona Reck mit vielen neuen Informationen verbunden. Dank der Hilfe der Kollegen der Goldbecker Sekundarschule Geschwister Scholl und der Vorbereitungsphase mit dem sich in den Ruhestand verabschiedeten ehemaligen Schulleiter Winfried Schwuchow konnte sie sich schnell eingewöhnen. Und sie schaut optimistisch nach vorne.

Modernisierung der Schule großes Ziel

Gestern überreichte ihr Regierungsschuldirektor Jürgen Kebernik vom Landesschulamt in Gardelegen die Ernennungsurkunde. Ramona Reck, 35 Jahre als Lehrerin im Dienst, ist neue Leiterin der Einrichtung. Kebernik ist froh, dass das Amt die Stelle schnell, und das reibungslos, besetzen konnte. Unter seiner Ägide sei ihm das in der Vergangenheit stets gelungen – auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Schulen. Ein halbes, dreiviertel Jahr vor den in den Ruhestand gehenden Schulleitern ist er bemüht, mit den auserkorenen Kandidaten Gespräche zu führen. So auch im Fall der Goldbecker Schule. Ramona Reck, die zuletzt an der Seehäuser Gemeinschaftsschule „J.J. Winckelmann“ unterrichtete, brauchte keine lange Überlegenszeit. Für die Pädagogin aus der nördlichen Altmark, aus Beuster, ist es eine große Herausforderung, die Nachfolge von Schwuchow anzutreten. Sie setzt auf die Kooperation mit dem aus 16 Lehrern plus Gastlehrern bestehenden Pädagogen-Team. Ein gutes Betriebsklima ist der Mutter zweier erwachsener Söhne (Robert und Ricardo) sehr wichtig. Sekretärin Kathrin Ehrecke, die sie bereits aus Seehäuser Zeiten kannte, der stellvertretende Leiter Torsten Hansch und die anderen Kollegen standen ihr in den ersten Tagen an ihrem neuen Arbeitsort stets unterstützend zur Seite. Das lässt Ramona Reck optimistisch nach vorne schauen. „Die Anfangstage sind sehr gut angelaufen.“

Sie sieht die Sekundarschule mit ihren 210 Schülern und damit als übersichtlichen Ort als großen Vorteil im Gegensatz zu Bildungsstätten mit weitaus mehr Kindern und Jugendlichen. „Das sind überschaubare Klassengrößen.“ Sie kenne Einrichtungen mit der drei- bis vierfachen Schüler-Größe. So könne man individueller auf die Mädchen und Jungen eingehen und sie damit effektiver auf die Berufswelt vorbereiten. Auch wenn es Unterschiede von der Gemeinschaftsschule, in der sie zuletzt beschäftig war, zur Sekundarschule gibt, völlig unterschiedliche seien es nun auch nicht. Es gilt die Schülerschar fit zu machen. Bei der Gemeinschaftsschule ging es darum, jene, die für sich die gymnasiale Unterrichtsform nach Beendigung der zehnten Klasse aussprachen, für die letzten Schuljahre eben auf das Gymnasium vorzubereiten. Und das schon recht frühzeitig. Dies kann natürlich auch in der Sekundarschule der Fall sein: „Auch hier gibt es Schüler, die nach der zehnten Klasse das Gymnasium besuchen wollen“.

Auch wenn die konzeptionelle Unterrichtsorganisation zwischen den beiden Schulformen etwas abweicht, das Ziel, den Schülern den bestmöglichen Weg nach der Schule zu ebnen, bleibt das gleiche.

Lernbereitschaft ist unentbehrlich

Als großes Ziel sieht Ramona Reck die Modernisierung der Schule. Die Gemeinde konnte Fördergelder an Land ziehen und plant einen Neubau. Den möchte die neue Leiterin natürlich bestmöglich mitbegleiten. „Der Ort hat eine Erneuerung verdient“, ist sie sich sicher. Deshalb möchte sie auch demnächst mit Bürgermeister Torsten Dobberkau Kontakt aufnehmen. Auch andere Verantwortungsträger wie Verbandsgemeinde-Bürgermeister Renè Schernikaumöchte sie zeitnah kennenlernen.

In der Seehäuser Einrichtung herrschte das Leitbild „Leise, friedlich, freundlich, langsam“ vor. Wird dies jetzt auch stärker denn je für die Seehäuser Stätte gelten? „Das wird auf keinen Fall kopiert“, stellt die neue Leiterin klar. „Die Schüler sollten dennoch diese Tugenden beherzigen“, betont Ramona Reck. Lern- und Hilfsbereitschaft setzte sie bei den Kindern voraus.