Soziales

Schützlinge der Osterburger Lebenshilfe nehmen mit Urkunden Abschied vom Düsedauer Bauernhof

Schützlinge der Osterburger Lebenshilfe haben in den zurückliegenden zwei Jahren im Landwirtschaftsbetrieb Thomsen in Düsedau ihre Verbundenheit zu Tieren und zur Natur gepflegt.

Von Jörg Gerber 06.08.2021, 14:25
Die gemeinsame Zeit auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes Thomsen in Düsedau ist beendet: Mit Constanze Thomsen (vierte von rechts) und Marcus Faber (rechts) nahmen die Teilnehmer des Projektes Aufstellung zu einem Erinnerungsfoto.
Die gemeinsame Zeit auf dem Hof des Landwirtschaftsbetriebes Thomsen in Düsedau ist beendet: Mit Constanze Thomsen (vierte von rechts) und Marcus Faber (rechts) nahmen die Teilnehmer des Projektes Aufstellung zu einem Erinnerungsfoto. Foto: Jörg Gerber

Düsedau - Sie haben Nutztiere gefüttert und gestreichelt sowie einiges über Landwirtschaft gelernt: Zur letzten Stunde des Projektes „Lernorientiertes Modul: Leben mit der Natur und den Tieren“ kamen in dieser Woche Schützlinge der Osterburger Lebenshilfe noch einmal auf dem Hof der Familie Thomsen in Düsedau zusammen. Aus den Händen des Bundestagsabgeordneten Marcus Faber (FDP) nahmen sie Urkunden entgegen, die speziell auf die Frauen und Männer zugeschnitten waren und ihnen besondere Kenntnisse in der Tierhaltung, speziell in der Pferdehaltung, oder auch allgemein über die Arbeit in einem Landwirtschaftsbetrieb bescheinigen.

Corona verlängerte den Projekt-Zeitraum

Mit der Übergabe der Urkunden endete ein Projekt, dass ursprünglich schon 2020 auslaufen sollte. Weil Corona und die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen aber für eine längere Zwangspause sorgten, wurde erst in dieser Woche der Schlusspunkt gesetzt. Knapp zwei Jahre zuvor hatten die Überlegungen von Landwirtin Constanze Thomsen, Menschen mit Einschränkungen die Möglichkeit zu geben, ihre Verbundenheit mit Tieren und der Natur zu entdecken, Fahrt aufgenommen. Sarah Maaß, Geschäftsführerin der Osterburger Lebenshilfe, war damals gern auf Thomsens Projektidee eingegangen, Menschen mit Einschränkungen auf dem Bauernhof an Nutztiere und Landwirtschaft heranzuführen.

Ab September 2019 kamen deshalb mittwochs um 9.30 Uhr zwei Gruppen mit jeweils bis zu fünf Teilnehmern für eine Stunde auf den Hof. Dort wurden sie entsprechend ihres Entwicklungsstandes in landwirtschaftlichen Themen unterrichtet. Nach jeder Stunde trugen die Teilnehmer zusammen, was sie in ihren Erfahrungsschatz neu aufgenommen haben und was ihnen besonders gefiel. Thomsen hat die Frauen und Männer während der Zeit auf dem Hof als sehr wissbegierig und aufmerksam erlebt. Und ihre Freude geteilt, als sie im Laufe der Zeit immer mehr Zusammenhänge verstanden hätten.

Alle halfen beim Füttern mit

Während des Projektes, das in einem Sonderwettbewerb der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet wurde, ging es Thomsen hauptsächlich auch darum, die Freude an Nutztieren und den Umgang mit Alpakas, Rindern und Co. zu vermitteln. Dass dieses Anliegen nach Einschätzung der Landwirtin aufgegangen ist, zeigte sich beim Schlusstreffen in dieser Woche. So begannen die Lebenshilfe-Schützlinge ihren letzten Projekttag mit der Fütterung der Alpakas. Dabei beachteten sie, sich den scheuen Tieren leise und besonnen zu nähern. Andere Projektteilnehmer brachten Pferde auf die Koppel. Die Schweine wurden besucht. Schließlich halfen alle dabei mit, die Kühe zu füttern, bevor Constanze Thomsen zu einem gemeinsamen Eisessen einlud.