Bürger der Verbandsgemeinde Seehausen werden in vier Wochen zur Stichwahl gebeten. Von Andreas Puls

Schwarz und Reck eine Runde weiter

Die Wahl des Bürgermeisters beziehungsweise der Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Seehausen geht in eine neue Runde. Es kommt zur Stichwahl zwischen Annegret Schwarz aus Vielbaum und Robert Reck aus Beuster, denn keiner der vier Kandidaten konnte beim gestrigen Urnengang die absolute Mehrheit erzielen.

Seehausen l Es bleibt spannend in der Verbandsgemeinde Seehausen. Annegret Schwarz und Robert Reck heißen die beiden Gewinner der gestrigen Verbandsgemeindebürgermeisterwahl. Zwischen ihnen wird die Stichwahl am 18. November entscheiden.

Kurz nach 19 Uhr lagen alle vorläufigen Auszählungsergebnisse aus den insgesamt 25 Wahllokalen vor. Die parteilose Diplom-Verwaltungswirtin Annegret Schwarz konnte die meisten Stimmen auf sich vereinigen. Sie kommt auf 39,3 Prozent - gefolgt vom Diplom-Wirtschaftsingenieur Robert Reck aus Beuster, der ebenfalls parteilos ist, jedoch von der SPD unterstützt wird. Er erhielt 30,8 Prozent. Für viele überraschend muss sich der CDU-Kandidat Bernd Prange aus Heiligenfelde, Bürgermeister der Gemeinde "Altmärkische Höhe" mit Platz 3 begnügen. Er kommt auf 27,2 Prozent. Der parteilose Diplom-Ökonom Frank Springer aus Seehausen kommt nur auf einen Stimmanteil von 2,7Prozent.

Dieser Trend ließ sich am Sonntagabend im Seehäuser Rathaussaal bereits bei den ersten Veröffentlichungen ablesen. Als gegen 18.20 Uhr die ersten 15 Wahllokale ausgezählt waren und per Beamer auf die Leinwand projiziert wurden, zeigte der grüne Balken von Annegret Schwarz schon einen deutlichen Vorsprung. Zu diesem Zeitpunkt lag sie sogar bei fast 43 Prozent. Der Vorsprung schrumpfte im Laufe des Abends noch etwas, aber den Etappenerfolg konnte ihr keiner mehr streitig machen.

"Ich freue mich riesig, dass ich in der Stichwahl bin", so Schwarz gegenüber der Volksstimme kurz nach Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses. "Es ist ein tolles Ergebnis. Ich werde mich nun mit aller Kraft auf die Stichwahl konzentrieren und hoffe, dass es mir gelingt, noch viele, deren Vertrauen ich bislang noch nicht hatte, von mir überzeugen zu können."

Riesig die Freude auch bei Reck. "Das Ergebnis ist phantastisch, ich bin stolz darauf." Auch der Beusteraner will jetzt mit voller Kraft auf die Stichwahl hinarbeiten. "Alle, die mich kennenlernen möchten, will ich die Gelegenheit dazu geben. Ich hoffe darauf, vor allem auch von Seniorengruppen eingeladen zu werden."

Bernd Prange hätte für sich ein deutlich besseres Ergebnis erwartet. "Ich habe zumindest damit gerechnet, dass ich in die Stichwahl komme. Nun ist es anderes gekommen - damit muss und kann ich leben. Ich sehe es aber sportlich, und ganz sicher werden wir vier Kandidaten uns auch künftig in die Augen schauen."

Frank Springer war zunächst etwas niedergeschlagen. "Ich habe mir doch ein besseres Ergebnis erhofft."

Mehr zur Wahl morgen.