Osterburg l Wenn das kein Blau ist! Noch leuchtender als die Fliesen, die vorher den Beckengrund des Schwimmbads der Landessportschule zierten und den Beckenrand weiterhin. „Am Boden waren die Schäden am schlimmsten, diese Fliesen mussten weg“, sagt Stefanie Lück. Sie ist die Leiterin der Landesportschule Osterburg, zu der auch das Schwimmbad gehört, dessen technische Runderneuerung wegen Fördermodalitäten frühestens 2021 angegangen werden kann – zu lange für die vorhandenen Schäden.

Um den Betrieb des sehr gut besuchten Schwimmbads über die Wartezeit zu retten, nimmt die Landesportschule nun selbst rund 10.000 Euro in die Hand. Als Notmaßnahme wurden in den vergangenen Tagen die „alten“ Fliesen am Beckengrund herausgenommen und nach Spachtelarbeiten wegen der Dichtigkeit ein Epoxidharz aufgetragen. Aktuell sind die Mitarbeiter der Firma S & K Bautenschutz dabei, mehrere Schichten Chlorkautschuk aufzutragen. Dann werden die Bahnen-Abgrenzungen noch markiert. „Das Ganze muss fast 14 Tage trocknen“, sagt Stefanie Lück. Ob es sich nur um eine Übergangslösung handelt, komme darauf an, welcher Art das Becken später saniert wird.

In der letzten Juliwoche kann das Badteam mit dem Befüllen des Beckens beginnen. Immerhin gut 900 Kubikmeter braucht es „bis Oberkante“. Wenn die Einrichtung am 5. August wieder eröffnet, und so sieht es derzeit aus, werde die Wassertemperatur von 28 Grad wohl noch nicht erreicht sein. „Das wird dann in den ersten Tagen eher so Freibadatmosphäre.“

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Die notgedrungene Schließzeit hat etwas Positives. „Wir nutzen sie für eine Grundreinigung.“ Und für die Lösung von „Problemchen“, die sonst erstmal hintenan stehen müssen. Zum Beispiel jenes, dass die Chipkarten aus Papier nicht wirklich gut geeignet sind für die Spintschlösser der Umkleiden. Werden sie nass, reißen sie mitunter und Teile bleiben in den Schlössern stecken, die galt es jetzt herauszufummeln. „Da werden wir eine Lösung finden.“

Frühestens 2021 kann Osterburg für die große Instandsetzung auf den avisierten Fördertopf zugreifen, da die Schwimmhalle schon beim Neubau 2006 aus ihm bezuschusst wurde. Vorgesehen ist eine millionenschwere Erneuerung der Bädertechnik und eine Sanierung des Rohr- und Leitungsnetzes. Dazu kommen einige Aufwertungen (Kinderbecken) und Maßnahmen, die die Einrichtung behindertengerechter machen. Unter anderem sollen Menschen mit Beeinträchtigung künftig leichter ins Becken kommen.