Seehausen l Nach dem Auftakt 2017 machen die Malfrauen aus Krüden und Seehausen seit Mittwoch das Zentrum der Hansestadt derzeit wieder etwas bunter. Während einige Einzelhändler auch in diesem Sommer mit Blumen geschmückte Fahrräder vor ihren Eingangstüren postiert haben, können in vielen Geschäften die Werke der Künstlerinnen, unter die sich mit Ricardo Heise aus Krüden auch ein Mann gemischt hat, besichtigt werden.

Bei der Anzahl sowie der Auswahl von Motiven und Techniken hatten die Protagonisten freie Hand, erklärte Malfrau und Mitorganisatorin Christine Kloss aus Wanzer bei der Begrüßung auf dem Platz Am Markt. Dort wurde die Ausstellung in diesem Jahr wieder eröffnet, ohne einem Geschäft den Vorzug gegeben. Hinterher ließen es sich die Hobbykünstler allerdings nicht nehmen, mit ihre Gästen durch einige Läden zu flanieren oder ein paar Schaufenster gründlicher in Augenschein zu nehmen. So wie es später die Seehäuser und die Besucher der Stadt tun sollen, um sich zu entspannen und vielleicht etwas Leben in die City zu bringen, die in der Urlaubszeit etwas weniger frequentiert wird.

Nach dem Start im vergangenen Jahr haben die Hobbymaler dieses Mal Zugriff auf 32 Schaufenster (2017 waren es noch 17) in belegten, aber auch in leerstehenden Läden oder bei der Kommunalverwaltung im gläsernen Rathausverbinder. Gezählt hat es niemand. Aber es dürften gut und gerne 200 Werke sein, die bis Ende des Monats zu besichtigen sind.

Bilder

Bei der künstlerischen Kooperation, handelt es sich um eine sogenannte Win-win-Situation. Die Malerinnen und Maler bekommen eine Plattform für ihre Werke, die Einzelhändler mehr Aufmerksamkeit und im Idealfall auch mehr Kunden. Wobei Christine Kloss betonte, dass die Bilder und Collagen gern gekauft werden können. „Ein Original für kleines Geld“, warb Marianne Emme Augen auf Krüden zwinkernd in eigener Sache.

Der Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann stieß bei der Ausstellungseröffnung ebenfalls mit den Hobby-Künstlern auf dem Markt an und bedankte sich dafür, dass sie die Stadt schöner machen. Dem schloss sich auch Claudia Preuschoff im Namen der Einzelhändler an: „So lange ihr Lust habt zu malen, so lang haben wir Lust, eure Werke auszustellen.“