Osterburg l „Ich bin richtig happy“. Zitat Wolfgang Tramp (Die Linke). Obgleich die neue Musikreihe „Osterburger Sommernächte“ erst am Sonnabend mit einem Konzert der Stendaler Band „Tick2Loud“ im Biesebad endete, zog der Kulturausschussschef (Die Linke) bereits am Donnerstagabend ein grundlegend positives Fazit. „Wir wollten Bands und Musikern nach der Corona-Zwangspause eine Bühne bieten und zudem jungen Künstlern aus der Region die Gelegenheit geben, sich vor Publikum zu präsentieren. Diese beiden Ziele haben wir ohne Wenn und Aber erreicht“, machte Tramp vor den Stadträten und sachkundigen Einwohnern des Ausschusses deutlich.

Und auch die Besucherresonanz habe gepasst. Allein bei den ersten vier Veranstaltungen der „Osterburger Sommernächte“ seien insgesamt 1150 Gäste gezählt worden, fasste Tramp zusammen. Der Kulturausschusschef, der sich stark für die Musikreihe engagiert hatte und bei allen Veranstaltungen vor Ort war, zeigte sich nach seinen persönlichen Ein­drücken überzeugt, „dass die Leute Freude und Spaß hatten. Und die Künstler waren froh und dankbar über die Bühne, die wir ihnen geboten haben.“ Dies gelte insbesondere auch für die „Offene Bühne“, die am 22. August junge Künstler und Bands ins Scheinwerferlicht holte und allein schon 550 Besucher ins Biesebad zog. Tramp dankte Unterstützern wie Bürgermeister Nico Schulz (Freie Wähler), der Bürgemeister-Assistentin Doreen Weingart, dem Kulturausschuss, allen in die Organisation und Durchführung der Musikreihe eingebundenen Stadt-Mitarbeiterin, Lenzner-Event sowie den Sponsoren. Und er stellte klar, „dass die ,Osterburger Musiknächte‘ keine Eintagsfliege bleiben sollten. Egal unter welchem Namen, im kommenden Jahr wird es auf jeden Fall eine Neuauflage geben.“ Gleiches gelte für die „Offene Bühne“, die Wolfgang Tramp in das Geschehen des für Mai 2021 anvisierten Stadt- und Spargelfestes integrieren möchte.

Weitere Stadträte und sachkundigen Einwohner sprachen sich ebenfalls für eine Neuauflage der Musikreihe sowie der „Offenen Bühne“ aus, allerdings möchten Kulturausschussmitglieder zukünftig stärker in die Vorbereitung und Ausgestaltung der Angebote einbezogen werden.

So machte zum Beispiel Gisela Langschwager (parteilos) ihrer Enttäuschung Luft, dass die ersten „Osterburger Sommernächte“ faktisch am Kulturausschuss vorbei auf die Beine gestellt wurden. Auch Dorit Schröder (parteilos) oder Bernd Riedner (AfD) wünschten sich mit Blick auf die Neuauflage eine stärkere Einbeziehung des Gremiums. Tramp verwies als Antwort zwar darauf, dass die neue Musikreihe kurzfristig und mitten in der politischen Sommerpause organisiert wurde, dennoch zeigte er Verständnis für die Kritik. In die Vorbereitung der Neuauflagen der „Osterburger Sommernächte“ sowie der „Offenen Bühne“ sollen die Kulturausschussmitglieder stärker einbezogen werden, kündigte Tramp an.