Bretsch l Nur wenige Tage nach der massiven Anwohnerkritik in der Volksstimme und einem mahnenden Brief der Kommunalverwaltung Ende März reagierte die Straßenbaubehörde und legte am gefährlich holprigen Sommerweg an der Landesstraße 12 zwischen der Losser Kreuzung und Bretsch Hand an. Die Arbeiten dauern noch immer an. Das macht den rund 3,5 Kilometer langen Streckenabschnitt zwar wieder sicherer, Nutzer und Anlieger hätten sich indes viel lieber eine dauerhafte Befestigung mit Asphalt erhofft.

Letztere kann der Leiter der nördlichen Abteilung der Straßenbaubehörde, Manfred Krüger, in absehbarer Zeit allerdings nicht bieten, betonte er im Gespräch mit der Volksstimme. Auch wenn die Bretscher das gefühlt sicher anders sehen, sei dafür das Verkehrsaufkommen einfach zu gering. Zählungen hätten ergeben, dass die Piste durchschnittlich nur von 831 Fahrzeugen pro Tag frequentiert wird. Der Lkw-Anteil liege bei 31. Da gebe es in dem rund 700 Kilometer langen Netzt an Landesstraßen, die die Behörde in beiden Altmarkkreisen zu unterhalten hat, Strecken (und Anlieger) die deutlich mehr Verkehr aushalten müssen und in der Prioritätenliste des begrenzten Budgets weiter oben stehen.

Nichtsdestotrotz räumte auch Krüger ein, dass der Zustand an diesem Teil der L 12 auf der „Altmärkischen Höhe“ kritisch war, weshalb derzeit auch der Großeinsatz mit eigenen Leuten und schwerer Technik über die Bühne geht. So wurden der mit Mineralgemisch befestigte, aber extrem ausgefahrene Sommerweg inzwischen auf der ganzen Länge geschoben und so begradigt, dass die vielen Schlaglöcher verschwunden sind, die den Gegenverkehr zum Schluss schon zum Anhalten zwangen. Wo Material fehlte, wurde es angefahren, wo sich zu viel angesammelt hatte, ging es ans Abtragen, damit das Regenwasser nicht stehen bleibt oder auf die Straße drängt, sondern in den Graben abgeleitet wird. Ganz wichtig: Das lose und planierte Füllmaterial wird anschließend auch mit einer Walze verdichtet.

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Über die frisch ausgebesserten Stellen kann man jetzt wieder mit den erlaubten 80 km/h rollen. Wie lange der (eigentlich unzeitgemäße) Sommerweg hält, wird sich zeigen. Über das letzte mit Kopfsteinpflaster befestigte Stück vor dem Ortseingang Bretsch ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. In den Senken, wo sich die Niederschläge sammeln, sind die Fugen zum Teil so ausgespült, dass die Steine zu zwei Dritteln ihrer Höhe freiliegen und sich bewegen lassen. Auch da tut Abhilfe Not.