Osterburg/Krumke l Die Rückendeckung der Sozialpolitiker kommt nicht überraschend. Schon während der Präsentation seiner Pläne und der Vor-Ort-Besichtigung der ausgewählten Ruheforst-Fläche konnte von Bernstorff quasi ausschließlich positive Kommentare aus den Reihen der Stadt- und Ortschaftsräte sowie sachkundigen Einwohner registrieren. Die Unterstützung der Einheitsgemeinde ist unabdingbare Voraussetzung für das Projekt. Nach rechtlichen Vorgaben des Landes dürfen Bestattungsorte in Sachsen-Anhalt ausschließlich von Kommunen oder Kirchengemeinden betrieben werden. Stimmt der Stadtrat auf seiner Sitzung am 27. September zu, schlüpft die Einheitsgemeinde in diese Rolle. Die Kommune würde aber bei der Erfüllung der damit verbundenen Aufgaben auf eine eigenständige GmbH (von Bernstorff) zurückgreifen, somit würde die Betreibung des Ruheforstes praktisch auf den Flächeneigentümer und Projektinitiator übergehen. Vereinbart ist zudem, dass von Bernstorff sämtliche Kosten übernimmt, die mit der Einholung der notwendigen behördlichen Genehmigungen verbunden sind.

Der zukünftige Ruheforst soll anfangs eine Fläche von vier Hektar mit rund 400 Bäumen umfassen, an denen jeweils bis maximal zwölf, auf die Dauer von 99 Jahren vergebene Grabstellen Platz finden sollen. Kosten für die Grabpflege würden entfallen, da die Natur die Pflege übernehme. Bei Eingriffen in das Waldgebiet gelte größtmögliche Zurückhaltung. Holzeinschläge seien tabu, der Ruheforst werde komplett der Natur überlassen.

Dieses Projekt habe die Mitglieder des Sozialausschusses gänzlich überzeugt, sagte Ute Pahl (Die Linke). Dementsprechend habe das Gremium dem Osterburger Stadtrat einstimmig empfohlen, den Grundsatzbeschluss zur Einrichtung eines Ruheforstes in der Gemarkung Krumke zu verabschieden, teilte die Ausschussvorsitzende auf Nachfrage mit.