Plätz l Schweren Herzens hat sich Martina Heinl dazu entschieden, ihr traditionelles Spargelhoffest abzusagen. Die mahnenden Worte von Gesundheitsminister Jens Spahn, der aufgrund der aktuellen Lage empfiehlt, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Menschen ausfallen zu lassen, haben Heinl dazu veranlasst.

Die Party hätte unter dem Motto „20 Jahre Hoffest“ gestanden. Eine Jubiläumsfeier auf dem Areal an der Spargelhalle sollte es werden, mit einem bunten Programm und vielen Besuchern. Der 9. Mai wurde dazu auserkoren. „Alles war fertig“, sagt Martina Heinl zum Vorbereitungsstand. Im Winter plante sie das beliebte Fest, sprach mit Künstlern und Gruppen, die es bereichern sollten, schloss Verträge. Umso schwerer fiel ihr am Sonntagabend der Entschluss, die 20. Auflage in rund acht Wochen zu streichen. Zuvor tagte der „Familienrat“. „Sie haben mir die Entscheidung überlassen“, meint Martina Heinl nach dem Gespräch mit Ehemann Klaus und den Töchtern. Sie sah jedoch keine andere Möglichkeit, als das Hoffest abzusagen. „Das hat mir mein Bauchgefühl gesagt.“ Als Hauptorganisatorin trägt sie die Verantwortung und möchte nicht, dass die Gesundheit der Besucher beeinträchtigt wird. Durch die zunehmende Verbreitung des Corona-Virus werde die Gefahr höher, sich anzustecken.

„Das ist sicherlich ein mutiger Schritt“, weiß die Unternehmerin, die sich schon auf die Feier gefreut hatte und die Menschen, die gern nach Plätz gekommen wären, um Verständnis bittet. Die Tradition der Hoffeste soll natürlich weitergeführt werden, dann im nächsten Jahr.

Martina Heinl kann sich noch sehr gut an die Premiere erinnern: „So um die 500 Gäste waren hier.“ Euro-Paletten dienten damals noch als Bühne. Nach dem erfolgreichen Fest haben sich Heinl entschieden, es jährlich zu veranstalten. Und die Besucherzahlen stiegen stetig, übertrafen die 1000er Grenze. Im Vorjahr waren es um die 3000 Gäste, die in Plätz zusammen kamen, den Hof und die Anlagen besichtigten, das Programm genossen und sich den Spargel schmecken ließen. Für den 9. Mai hatten bereits mehrere Gruppen zugesagt. Unter anderem wollten „Bassbombass“ aus Osterburg, die Idener Volkstanzgruppe und das Männerballett aus Rochau für Stimmung sorgen. Dazu sollte eine Samba-Show mit Tänzerinnen und Tänzern aus Brasilien den Nachmittag bereichern.