Meseberg (fsc) l Mit einer 500-Euro-Spende unterstützt das Mühlentheater das evangelische Hospiz Stendal. Pfarrer Ulrich Paulsen, Vorstand der Stiftung Adelberdt-Diakonissen-Mutterhaus, zu dem das Hospiz gehört, nahm jüngst in der Spielstätte (Saal Düsedau) in Anwesenheit von Darstellern und technischen Mitarbeitern einen symbolischen Scheck in dieser Höhe vom Vereinsvorsitzenden Torsten Henschel entgegen.

Kleines Kirchenmodell als Spendenbüchse

„Das Geld stammt aus Nebeneinnahmen wie Trinkgelder bei der Bewirtung und sonstige kleine Zuwendungen. Dabei waren während der Aufführungen unseres letzten Stücks ,Aber, Herr Pfarrer!‘ 355 Euro zusammengekommen. Wir haben privat die Summe auf 500 Euro aufgestockt“, sagte Henschel.

Auf den elf Tischen im Saal standen während der Vorstellungen kleine Kirchenmodelle als Dekoration. Die hatte Ensemblemitglied Monika Knappe angefertigt. „Dabei war die Idee entstanden, eine weitere Kirche als Spendenbüchse am Tresen auzustellen, und die wurde von den Besuchern mit Trinkgeld gut gefüllt“, berichtete Renate Kleszcz. „Wir waren uns relativ schnell einig, wer mit unserer Spende bedacht werden sollte. In der kommenden Spielzeit werden wir die Aktion fortsetzen und dem Publikum mitteilen, für wen und zu welchem Zweck das Geld verwendet wird. Das wird die Bereitschaft zu spenden vielleicht noch erhöhen.“

Mit vielen Dankesworten nahm Paulsen den symbolischen Scheck entgegen; das Geld solle der Stiftung per Überweisung zugehen. „Ich freue mich, dass unsere Arbeit auf diese Weise unterstützt wird“, sagte der Pfarrer und erläuterte: „Die Stiftung wurde vor 150 Jahren durch eine finanzielle Gabe gegründet. Die Hospizarbeit konnte sich über die Jahre nur dank zahlreicher Spenden kontinuierlich entwickeln. Trotz der Einnahmen aus der Pflege im Hospiz bleiben täglich Kosten ungedeckt, sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Daher sind wir jederzeit auf Spenden angewiesen.“

Seit 1998 ist in Stendal unter dem Dach der Stiftung Adelberdt-Diakonissen-Mutterhaus die Hospizarbeit gewachsen. Seinerzeit war innerhalb des Mutterhauses mit einem einzigen freien Bett für Hospizarbeit die professionelle Pflege begonnen worden.

Ehrenamtliche werden stets gesucht

Seit dem Jahr 2000 besteht das Evangelische Hospiz Stendal im Haus Wendstraße 13 mit zunächst sechs, seit September 2006 mit insgesamt acht Betten in sieben Zimmern. Der Dienst am Menschen, an den Schwachen und Kranken, von den Diakonissen über Jahrzehnte getragen, wird unter zeitgemäßen Bedingungen von gut ausgebildeten Schwestern weiter geführt. „Wir suchen aber ständig ehrenamtliche Betreuungskräfte, die bei uns in speziellen Kursen geschult werden“, wirbt Paulsen auch für die personelle Unterstützung der Hospizarbeit.