Osterburg l „Wir sind da immer drangeblieben. Und so etwas zahlt sich aus.“ Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose ist die Freude, endlich einen Schlusspunkt hinter das Spielplatzprojekt setzen zu können, sichtlich anzumerken. Denn das Anliegen der Osterburger Ortschaftsräte, Kindern aus der Kernstadt auch abseits des Biesebades eine attraktive Landschaft zum Klettern, Rutschen und Toben zu schaffen, hatte in den zurückliegenden Jahren durchaus Hürden zu überwinden. Schon bei der Suche nach dem passenden Standort machten es sich die Politiker alles andere als leicht.

So rückte zuerst der Hain in das Blickfeld, im Zuge einer Vor-Ort-Begehung entschieden sich die Räte dann aber für den bereits vorhandenen Spielplatz an der Moritzburg. Weil dort aber keine Aussicht auf Fördermittel bestand, schwenkten die Politiker auf einen kompletten Spielplatz-Neubau am Otto-Nuschke-Weg um. Nur um schließlich, mittlerweile im Jahr 2018 angekommen, doch wieder zur Moritzburg zurückzukehren. Grund: Die Stadtpolitiker hatten zwischenzeitlich sämtliche Hoffnungen auf eine finanzielle Förderung ihrer Spielplatzpläne fahren lassen. Und somit, den finanziellen Alleingang vor Augen, in Sachen Standort freie Auswahl. Gleich mehrere Argumente sprachen dabei für das Gelände nahe der Moritzburg. So findet sich auf dem weitläufigen Gebiet bereits ein Bolzplatz. Zudem besticht die Lage: Das Areal liegt ein Stückchen abseits der Stendaler Chaussee und anderer Straßen und ist dennoch gut zugänglich. Zudem befindet sich der Standort am Rande des Altneubaugebietes, das nach wie vor zu den größten Wohnquartieren der Kernstadt zählt.

Gründe genug für die Ortspolitiker, das Projekt in trockene Tücher und über die Bühne zu bringen. In Gestalt der Bauleute eines Osterburger Unternehmens, die die deutliche Aufwertung der bestehenden Spielelandschaft in diesem Monat und binnen einer Woche in die Tat umsetzten. „Wir bauten ein Kletterspiel auf und ein kleines Schiff. Außerdem ist ein Rodelberg entstanden, den wir zudem mit einer Hangrutsche versehen haben“, berichtete Bauunternehmer Daniel Köhler über die Investition, die sich die Einheitsgemeinde runde 20.000  Euro kosten ließ. Dass die sich gelohnt hat, zeigte sich schon in den zurückliegenden Tagen daran, „wie schnell und gern Kinder von den Geräten Besitz ergriffen. Der Spielplatz wird super angenommen“, hat Daniel Köhler beobachtet. Das dürfte auch Klaus-Peter Gose freuen, der sich mit seinen Ratskollegen einig ist, „auch im nächsten Jahr und darüber hinaus in kontinuierlich weiter in Spielplätze zu investieren.“

Morgen um 10.30 Uhr sind der Ortsbürgermeister und mehrere Räte auf dem Gelände an der Moritzburg vor Ort. Dann sollen die neuen Spielgeräte offiziell eingeweiht werden.

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