Gagel l In der jüngsten Sitzung, gaben die Ratsmitglieder um Bürgermeister Bernd Prange grünes Licht für die Bezuschussung eines Anbaus am evangelischen Gemeindezentrum Kossebau und winkten so mehrheitlich mit 20.000 Euro in zwei Jahresscheiben die bislang höchste Projektbezuschussung der vergangenen Jahre durch.

Aber auch andere Vereine und Initiatoren, die sich um das öffentliche Leben auf der „Höhe“ kümmern, wurden mit einer Empfehlung an die Sponsoren bedacht, die im Zweifelsfall das letzte Wort zu den Anträgen haben. So fließt auch Geld an den Feuerwehrförderverein Drüsedau, der die organisatorischen Fäden für die 850-Jahr-Feier Mitte August in den Händen hält und sich über 1000 Euro Unterstützung für den Jahreshöhepunkt freuen kann. Oder der Förderverein der Fachwerkkirche St. Lorenz Rathsleben, der das Gotteshaus nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre mit einer neuen Beleuchtungsanlage sozusagen ins rechte Licht rücken will. Die Unterstützung dafür beträgt 2500 Euro.

17.000 Euro sollen in Gagel helfen, bei einer Überdachung am Feuerwehrgerätehaus und Dorfgemeinschaftshaus zu klotzen und nicht zu kleckern. Der aus Holz konstruierte Wetterschutz für Regen und Seitenwind wird zwei alte, inzwischen baufällige Hütten auf dem Festplatz an der Neulinger Straße ablösen, wo früher zum Beispiel die geselligen Traditions­feuer entzündet wurden. Mit der Investition, für die die Gemeinde als Träger und damit auch als Antragsteller in der Beschlussvorlage stand, werden laut Bürgermeister zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

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Zum einen rundet die Überdachung den Komplex aus Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrdepot und neuem Spielplatz für das Dorf praktisch und optisch ab. Zum anderen gehören die großen Traditionsfeuer auch in Gagel der Vergangenheit an. Der Förderverein will die Flammen künftig in einer Feuerschale vor Ort konzentrieren, weil das logistische Vorteile hat. Außerdem hat sich die Beseitigung der Feuerrückstände im Laufe der Jahre zu einem Umweltproblem entwickelt. Wovon auch andere Gemeinde ein Lied singen können und es bei entsprechenden Terminen inzwischen deutlich bescheidener als früher angehen lassen.

Dass so eine große Summe nach Gagel fließt, begründet Bernd Prange auch damit, dass man dort die meisten Beeinträchtigungen durch die Windräder ertragen muss.