Osterburg l Weil sich für die vor Osterburgs „Haustür“ gelegene Landeseinrichtung der Geldtopf der Sportstättenförderung öffnete, konnte 2019 in einen Niedrigseilgarten investiert werden. Für rund 47.000 Euro, die sich komplett aus dem Programm speisten, ist ein attraktiver Parcours entstanden, der seine „Feuertaufe“ aber noch vor sich hat. Denn zuerst sollen Mitarbeiter der Landessportschule noch per Schulung für den Niedrigseilgarten fitgemacht werden, damit er Gästen ab Frühjahr unter Anleitung oder Betreuung von geschulten Trainern zur Verfügung steht, erzählte Lisa Franke (31).

Die Bismarkerin, die das Team der Landessportschule seit Oktober 2019 verstärkt und sich um die Bereiche Marketing und Vertrieb kümmert, hat für das Vorjahr aber noch weitere realisierte Projekte auf dem Zettel. So wurde in die Ausstattung der Kunstturnhalle investiert, auf dem eigenen Großfeld-Naturplatz sei die Beregnungsanlage erneuert worden. Die Linien in der Dreifelderhalle wurden nachgezeichnet. Und das Fitnesscenter der Sportschule konnte neue Cardiogeräte aufstellen.

In diesem Jahr rückt die Terrasse der sportschuleigenen Gaststätte „Zum Fuchsbau“ in den Fokus. Ihre in Richtung Parkplatz gelegene Terrasse soll umgestaltet werden, kündigte Lisa Franke an. Abseits davon sei geplant, die Umkleiden des Fitnesscenters auf Vordermann zu bringen. Und schließlich stehen auch in der Frauen-Umkleide des Hallenbades Erneuerungsarbeiten an, „die vermutlich noch in diesem Monat Februar beginnen“, sagte Lisa Franke.

Da der Badebetrieb aufrechterhalten werde, muss die Einrichtung improvisieren, sobald die Handwerker angerückt sind. Deshalb sei angedacht, dass der Umkleidebereich der Herren dann jeweils im Wechsel von beiden Geschlechtern genutzt wird. Soll heißen: Steht die Umkleide eine Viertelstunde ausschließlich Herren zur Verfügung, sollen die Räumlichkeiten in der nächsten Viertelstunde den Badbesucherinnen vorbehalten bleiben. So könne die Erneuerungszeit überbrückt werden. Aber auch nach Sanierung der Frauen-Umkleide bleibt die Schwimmhalle das große „Sorgenkind“ der Landessportschule. Wie bereits seit längerem bekannt, muss das Bad grundlegend auf Vordermann gebracht werden.

Altes in Ordnung bringen

Die Einheitsgemeinde als Eigentümerin der von der Landessportschule bewirtschafteten Schwimmstätte will unter anderem die Bädertechnik sowie das Rohr- und Leitungsnetz in Ordnung bringen. Zudem hat die Kommune, unter anderem durch Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes, auch eine Aufwertung des Hallenbades auf dem Plan. Weil das millionenschwere Projekt für Osterburg aber ohne Fördergelder schlichtweg nicht zu meistern ist, lässt das Maßnahmepaket noch eine Weile auf sich warten. Nach aktuellen Informationen aus dem städtischen Rathaus sollen die Planungsleistungen für die Schwimmhalle in diesem Jahr europaweit ausgeschrieben werden, „Ende 2020 wollen wir ein Büro gefunden haben“, machte der städtische Bauamtsleiter Matthias Köberle deutlich. Im kommenden Jahr dürfte dann der Förderantrag gestellt werden.

Bis die auch von der Landessportschule als dringlich eingeschätzten Erneuerungsarbeiten im Hallenbad tatsächlich vor der Tür stehen, soll der Schwimmbetrieb weiter laufen. Immerhin: Seit wenigen Wochen auch wieder mit voller personelle Kapelle. Im Herbst 2019 habe man die letzte freie Stelle im Bad mit einer Fachkraft besetzen können, berichtete Lisa Franke. Weil neben der Badebetriebsleitung nun auch drei Fach­angestellte für Bäderbetriebe und zudem noch drei Servicekräfte in der Schwimmhalle tätig sind, könne die Einrichtung mittlerweile auch wieder besondere Angebote wie das zweimalige Frühschwimmen in der Woche oder die Spätöffnungszeit bis 21 Uhr am Freitag unterbreiten. Dies allerdings unter dem Vorbehalt, dass das Hallenbad im Laufe des Kalenderjahres auch immer wieder von Gästen der Landessportschule geblockt werde, schränkte Franke ein.

Stichwort Gäste: Konnte die Sportschule 2018 mit mehr als 32 000 Übernachtungen einen Rekord aufstellen, ging die Zahl 2019 mit 31 734 Übernachtungen leicht zurück. „Für 2020 streben wir aber erneut die 32 000 an“, kündigte Lisa Franke an.

Und noch ein weiteres Anliegen nannte Franke. Mit 36 Mitarbeitern und drei Auszubildenden (alle Sport- und Fitnesskaufmann) ist das Sportschul-Team zwar ordentlich aufgestellt, die Ausbildungsplätze für einen Koch oder eine Köchin sowie im Hotelbereich seien allerdings unbesetzt. Für diese Angebote habe es keine einzige Bewerbung gegeben, sagte Franke. Eine bedauerliche Situation. Aber keine neue. Schon Anfang 2019 hatte Sportschul-Chefin Stefanie Lück auf die unbesetzten Stellen hingewiesen.