Beuster l Conrad und Jonathan lugten am Freitagnachmittag neugierig mal hier-, mal dorthin. Ein bisschen dauert es noch, dann aber dürfte den einjährigen Zwillingen das grüne Gelände direkt an der Kita deutlich vertrauter sein. Denn statt der betagten und in der Mehrzahl längst stillgelegten Spielgeräte warten bald neue Attraktionen darauf, von Kindern in Besitz genommen zu werden. Wenn es gut läuft, noch 2019.

Und daran haben mit Greta Sinn und Tobias Spillner auch die Eltern der Zwillinge ihren Anteil. Die im Dorf lebenden Architekten setzten nach einer Bitte aus dem Seehäuser Rathaus binnen weniger Tage die Projektplanung um. Die benötigte die Wischestadt kurzfristig, nachdem sich Anfang April eine Förder­option für die Aufwertung des Spielgeländes in Beuster aufgetan hatte, berichtete die Wirtschaftsförderin der Verbandsgemeinde, Lisa Weigelt. Die Hilfe der Beusterer Familie machte sich bezahlt, der bewilligte Förderantrag liegt bereits in der Wischestadt vor. Das freut auch den Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann. Inklusive der 75-prozentigen Förderung, die einen Betrag von 30.000 Euro ausmacht, nimmt die Stadt nun insgesamt 40.000 Euro für den Spielplatz in die Hand.

Um einen oft geäußerten Wunsch aus dem Dorf zu erfüllen, „in Beuster gibt es viele kleine Kinder“, begründete der Bürgermeister. Die neuen Geräte sollen aus Robinienholz bestehen. Eine Spiel- sowie eine Schaukelkombination, Nestschaukel, Federwippen, Drehscheibe und Trampolin könnten den lauschigen, in sicherem Abstand zur Straße gelegenen Flecken ausfüllen, zudem wird ein Sandkasten dort seinen Platz finden. Gleichzeitig wird Erhaltenswertes bewahrt. Das gilt für die vorhandene Wippe, die im Zuge der Spielplatz-Aufwertung aber auf Vordermann gebracht wird, kündigte Tobias Spillner an.

Auf ihn und seine Familie wartete am Freitagnachmittag noch eine Überraschung. In Form eines großen Blumentopfes. Den überreichte Detlef Neumann als Dankeschön für die wichtige Unterstützung, die Greta Sinn und Tobias Spillner mit ihrer Planung leisteten. In Sachen Spielplatz geht es jetzt mit der Ausschreibung der Maßnahme weiter, sagte Lisa Weigelt. Nach der Vergabe der Leistungen scheint es dann nur noch eine Frage der Lieferfristen für die Geräte sowie des Arbeitskalenders des Auftragnehmers, ab wann Kinder auf einem neugestalteten Spielgelände herumtollen können.