Wirtschaftsausschuss für Fördermittelantrag / 80000 Euro könnten in mehrere Projekte fließen

Stadt will in den Tourismus investieren

Von Nico Maß

Osterburgs Wirtschaftsförderausschuss stellt sich mehrheitlich hinter die Bestrebungen des Bürgermeisters, die Tourismusangebote in der Einheitsgemeinde auszubauen. Das Gremium stimmte zu, für diese Zwecke Fördergelder zu beantragen.

Meseberg/Osterburg l In Sachen Tourismus sieht Bürgermeister Nico Schulz Handlungsbedarf. Denn im Gegensatz zu den Trends von Land und Region, sowohl Sachsen-Anhalt als auch Altmark melden steigende Übernachtungszahlen, geht eben diese Zahl in Osterburg zurück. "42000 Übernachtungen, die 2012 für unsere Einheitsgemeinde gezählt wurden, klingen zwar erst einmal nicht so schlecht und sind auch mehr, als Stendal vorzuweisen hat. Aber rund 30000 Übernachtungen gehen auf das Konto der Landessportschule. Und wir hatten auch schon mal mehr Übernachtungen. 2010 zum Beispiel 47000", erklärte der Bürgermeister am Dienstagabend im Wirtschaftsförderausschuss.

Wie soll der Eigenanteil aufgebracht werden?

Um den Negativtrend umzukippen, soll der Service für Touristen ausgebaut und verbessert werden. Zur Finanzierung der verschiedenen Projekte (siehe Infokasten) könnte ein Förderprogramm des Landes beitragen. Rund 80000 Euro erhofft sich die Stadt aus diesem Topf. Voraussetzung ist allerdings ein 16000 Euro hoher Eigenanteil, den die Kommune selbst in zwei Jahresscheiben für das bis Ende 2014 laufende Projekt beisteuern muss.

Die Stadträte Ute Pahl (Die Linke) und Fred Stoller (CDU) begegneten diesen Planspielen mit Skepsis. Ihre Fragen, wie bei der angespannten Finanzlage der Kommune der Eigenanteil aufgebracht werden soll, konnte Bürgermeister Nico Schulz mit Verweis auf die noch ausstehenden Haushaltsberatungen nicht beantworten. "Ich bin mir aber sicher, dass es noch Einsparmöglichkeiten gibt", stellte er klar. Schulz mahnte an, die Möglichkeit der Förderung nicht verstreichen zu lassen. "Die Chance, dass wir bei eigenen Projekten auf finanzielle Unterstützung durch das Land zurückgreifen können, wird in den kommenden Jahren immer kleiner", erklärte er. Die Mehrheit des Ausschusses folgte dieser Ansicht. Bei einer Gegenstimme von Fred Stoller empfahl das Gremium, den Förderantrag zu stellen.