Gladigau l Lange war die Feuerwehr Dequede bei den Stadtmeisterschaften das Maß der Dinge. Wie schnelle Zeiten beim Löschangriff zu schaffen sind, wissen die jungen Männer um Wehrleiter Franz Paelke immer noch. Aber andere Blauröcke hat auch der Ehrgeiz gepackt. Polkau holte sich am Sonnabend beim Feuerwehrausscheid in Gladigau zum dritten Mal hintereinander die Stadtmeisterschaft und darf damit dem Wanderpokal der Volksstimme einen festen Platz in der Sammlung der Edelmetall-Gefäße zu weisen.

Damit nicht genug. Die Brandbekämpfer hatten auch bei der Qualifikation für die Kreismeisterschaft nach zwei Läufen die Nase vorne. Sowohl beim Löschangriff mit der sich an der Praxis orientierenden Standardausrüstung und gestellter Tragkraftspritze als auch beim sportlich betonten Vergleich, bei dem getunte Technik zugelassen ist, landete Dequede jeweils „nur“ auf dem zweiten Rang. Womit die Feuerwehrleute von der „Höhe“ umgehen können, zumal sie als Vorjahressieger für die Kreismeisterschaft 2017 automatisch gesetzt sind.

So fair die einen ihre Niederlage nahmen, so fair verliefen auch die Wettkämpfe, an denen elf Teams teilnahmen. Wofür sich Einheitsgemeindewehrleiter Sven Engel ebenso bedankte wie der Zugführer und langjährige Wettkampfmoderator Frank Mischkowski. Und dabei auch die Gastgeber von den Feuerwehren Gladigau und Schmersau mit einbezogen, die für optimale Bedingungen auf dem Festplatz hinter dem Vereinshaus und auf dem Sportplatz (für die Jugend- und Kinderwehren) sowie die Bewirtung von Aktiven inklusive Zaungästen gesorgt hatten.

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Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz war bei der Siegerehrung nicht mehr dabei, hatte die Wettkämpfer aber ebenso begrüßt wie Ortsbürgermeister Matthias Müller, der Augenzwinkernd eine Parallele vom Kampf um goldene Pokale im „Golddorf“ (Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“) herstellte. Schulz nutzt die Gelegenheit, eine Beförderung vorzunehmen und zu erklären, dass man sich wie bei den Stipendien für Ärzte, die sich in Osterburg niederlassen wollen, ebenso Gedanken um die Unterstützung von Feuerwehrleuten mache, um bei den Brandbekämpfern in Osterburg und den Ortsteilen künftig bei den Nachwuchssorgen etwas gegenzusteuern.