Seehausen l Aus dem Grund wird die südlichste der vier Stadtbrücken vom  4. November an voraussichtlich für drei Wochen voll gesperrt sein.

Eigentlich wollten die Stadtväter von der Baumaßnahme erst einmal Abstand nehmen, weil sie deutlich teurer werden sollte als zunächst veranschlagt. Was sicher auch der momentanen Auslastung von Baubetrieben geschuldet ist. Denn Nachfrage bestimmt bekanntlich den Preis.

Der Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Seehausen, Guido Mertens, hatte im öffentlichen Teil der jüngsten Stadtratssitzung noch für Ernüchterung gesorgt, als er bekanntgeben musste, dass das Planungsbüro gut 20 000 Euro Baukosten berechnet hatte, das günstigste Ergebnis der Ausschreibung aber von 46 000 Euro ausging.

Den Sinneswandel begründet Bürgermeister Detlef Neumann jetzt unter anderem damit, dass die Brücke, die die Steinstraße mit der Straße Vor dem Steintor verbindet, aber auch die kürzeste Strecke in Richtung Falkenberg garantiert, zu sehr gebraucht werde, um sie aufs Spiel zu setzen. Womit er insbesondere auf das nächste Brückengutachten anspielte, das für diese Alandquerung im kommenden Jahr wieder fällig wird. Mann könne bis dahin hoffen, dass der Aland wieder so angestiegen ist, dass der bröckelnde Fuß des Mittelpfeilers im Flussbett nicht mehr zu sehen ist, besser wäre es aber, sich der Realität zu stellen und im wahrsten Sinn des Wortes auf Nummer sicher zu gehen. Und so soll der Fuß in den kommenden Tagen mit gut 30 Kubikmetern frischem Beton stabilisiert werden.

Die Mehrkosten für die Brücke wird höchstwahrscheinlich zu Lasten des Budgets für die Gehwegreparaturen in der Hansestadt gehen. Das ist ohne Zweifel ein saurer, aber alternativloser Apfel, in den die Seehäuser beißen müssen.