Rohrbeck l Zu kämpfen lohnt sich in der Tat. „Das hat uns doch diese Aktion gezeigt“, sagt Peter Kunze, der eigentlich immer noch nicht glauben mag, dass sich jetzt tatsächlich etwas tut. Aber er sieht es direkt von seinem Haus aus. Peter Kunze wohnt am Dorfeingang, wo der Landkreis gerade die Fahrbahn anpflastern lassen hat, um genau wie am anderen Dorfende einen Verkehrsteiler (Insel) zu errichten. In drei Wochen sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen, der Landkreis zahlt zusammen 8000 Euro dafür.

Die Verkehrsinseln sind das Mindeste, was die Dorfbewohner mit ihrer Beschwerde samt Unterschriftensammlung (77) erreichen wollten. Damit verbunden ist die Hoffnung, dass der Verkehr langsamer durch den Ort rollt. Je langsamer er fährt, desto geringer ist die Belästigung der Anwohner durch Vibrationen. Sie entstehen unweigerlich, da die Kreisstraße 1062, die DDR-Zeiten mit Betonplatten versehen wurde, mittlerweile stark sanierungsbedürftig ist. Die Betonplatten sind teilweise an mehreren Stellen durchgebrochen, Ausbesserungsarbeiten verschärften das Problem teilweise noch. Die Häuser haben Schaden genommen, das wollten sich die Anwohner nun nicht mehr gefallen lassen, und „mit allen Mitteln“ kämpfen.

Das kam an in Stendal. „Aufgrund der von den Bürgern dargestellten Dringlichkeit“ habe Landrat Carsten Wulfänger die Baumaßnahme festgelegt. Im Vorfeld fand ein Vor-Ort-Termin mit Anwohnern, der Polizei und dem Straßenverkehrsamt statt.

Nun sind alle Weichen gestellt und Peter Kunze voll des Lobes. „Da hat sich der Landkreis jetzt wirklich ins Zeug gelegt.“ Es gebe noch Bedenken einiger Anwohner, dass die Durchfahrenden nach der Verkehrsinsel wieder ordentlich beschleunigen, aber Kunze selbst glaubt das nicht – jedenfalls nicht auf 80 km/h oder mehr. Erstmal würden die Verkehrsinseln den Verkehr sicher beruhigen, „und die Sanierung der Straße ist ja auch noch nicht vom Tisch“, sagt der Rohrbecker.