Seehausen l Vor allem kündigt sich mit dem Fällen von Tannen und den Bäumen, die der Betreuungseinrichtung einst ihren Namen gaben, doch an, dass auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Areal Bahnbrechendes geschieht.

In der Tat muss ein Teil der Linden in Vorbereitung des für Seehausen geplanten Kita-Neubaus weichen, der im kommenden Jahr zu einem Großteil fertiggestellt sein soll – zumindest so weit, dass die Stark-V-Fördermittel fristgerecht abgerechnet werden können. Derzeit laufen die Planungen auf Hochtouren, damit die einzelnen Lose ordnungsgemäß in die Ausschreibung kommen. Rund 1,2 Millionen Euro Fördermittel stehen für das Projekt zur Verfügung. Rund 400 000 Euro sind dazu inzwischen als Eigenanteil angespart (wir berichteten).

Das Geld soll vor allem in den einstöckigen Neubau neben dem derzeitigen Zweigeschosser fließen, dessen Aussehen und Funktionalität schon mehrfach mit Verwaltungsleuten, Kommunalpolitikern, Erziehern und Elternkuratorium beraten wurde. Ob oder wie viel am Ende für die notwendige Sanierung des Altbaus übrig bleibt, steht in den Sternen. Die Baufirmen haben derzeit gut zu tun. Entsprechend hoch fallen meist die Angebote aus.

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Perspektivisches Ziel ist, 130 bis 140 Kindergarten- und Krippenplätze zu schaffen, damit die Kita am Klosterschulplatz aufgegeben werden kann. Betreuungsausgliederungen in Umlandeinrichtungen sind nicht geplant. Das etappenweise Bauen soll das verhindern.

Aber der aufregende Alltag geht auch ohne Bauarbeiten in der Kita Lindenpark weiter. Wozu gestern Vormittag für die meisten Mädchen und Jungen auch ein kurzer Ausflug in die Küche gehörte, an der die Verbandsgemeinde im Zuge von Neubau und Sanierung festhält, um dem Nachwuchs weiter gesunde und frische Mahlzeiten bieten zu können. Der Trubel in der Küche galt einem rund 30 Kilogramm schweren und etwa 1,60 Meter großen Wels, den der Hohengöhrener Fischer Gernot Quaschny aus der Elbe geholt und der Seehäuser Kita zur Verfügung gestellt hatte. Koch Jörn Reckling, der seit September Küchenchefin Angela Hanella in der Kita Lindenpark zur Seite steht, wurde nicht müde, den Besuchern zu erklären, was für eine regionale und saisonale Delikatesse da mit drapierten Zutaten auf dem Tisch lag, bevor es ans Filetieren ging. Und er freute sich über die Wissbegier der Kinder, die keine Berührungsängste kannten.

Die Filets wurden für das Mittagsmahl gebacken und mit einer Kräutersoße gereicht, deren Grundlage ein Fond aus der Karkasse des Wallers war. Immerhin 130 Lindenpark- und Klosterschulplatz-Kindern sowie deren Betreuer nsollte der riesige Fische am Ende munden.