Seehausen l Die Resonanz auf den jüngsten Tag der offenen Tür, zu dem das Diakonie-Krankenhaus Seehausen alle zwei Jahre einlädt, war überwältigend. Darauf wies Geschäftsführerin Maria Theis jetzt noch einmal auch mit Blick auf das Engagement ihrer Mitarbeiter hin.

Dem entsprechend positiv stellen sich auch die Teilnahmen und das Ergebnis der Tombola dar. Und weil die Preise von der Einrichtung sowie deren Partnern gesponsert waren, kamen am Ende 840 Euro Erlös zusammen, die in dieser Woche wiederum für einen guten Zweck gespendet wurden.

Im Krankenhaus war offenbar schnell Einigkeit darüber erzielt, an wen die Summe zu gleichen Teilen gehen sollte. Das war zum einen die Kirchengemeinde Seehausen, die jüngst den Verlust ihrer Lautsprecheranlage verkraften musste, weil sich Langfinger Zugang in das Gotteshaus verschafft hatten. Selbst wenn die Versicherung für den Verlust von rund 3500 Euro einspringt, komme das Geld trotzdem genau richtig, weil die Eratzbeschaffung nicht mehr zum alten Preis zu realisieren war und die Differenz ziemlich genau der Spende über 420 Euro entspricht, erklärte Pastorin Almut Riemann beim Überreichen des symbolischen Schecks. Die Geistliche bedankte sich bei Maria Theis und Verwaltungsdirektorin Heike Leue, aber auch bei den vielen Leuten, die nach dem Aufruf in der Volksstimme kurzfristig technische Hilfe angeboten hatten, um die Premiere des Musicals „König David“ nicht zu gefährden. Letztlich wurde die Anlage wenige Tage vor der Aufführung geliefert und noch rechtzeitig von Andreas Kornak auf die Akustik in der Petri-Kirche einjustiert.

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Die andere Hälfte der Summe ging an die Wohngruppe „Refugium“ des Diakoniewerkes Osterburg, in der seit einigen Wochen sogenannte unbelgeitete, minderjährige Flüchtlinge, die unter dem besonderen Schutz des Gesetzgebers stehen, betreut werden. Hausleiterin Birgit Neubert war über den außerplanmäßigen „Geldregen“ auch erfreut, zumal vor allem im Außenbereich der Wohnanlage noch einiger Gestaltungsbedarf besteht. Allerdings wollen sie und ihre Mitstreiter das Geld gern für den Freizeitbereich verwenden, um beim Baden Angenehmes mit Nützlichem zu verbinden. Viele der zehn Flüchtlinge (Somalier, Afghanen und Syrier) können nämlich noch nicht schwimmen. Wie es sich in der Einrichtung lebt, davon konnte sich der Besuch bei einem Rundgang überzeugen.