Seehausen l Dass die Altmark auch weiterhin als eine Einheit touristisch vermarktet wird, ist ganz im Interesse von Seehausens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth. Auf größeren Messen ist die altmärkische Region eher ein Zugpferd für Besucher als eine Verbands- oder Einheitsgemeinde, die sich natürlich dort auch präsentieren dürfen. Deshalb macht für Kloth die zum 1. Januar 2019 angestrebte Gründung des Zweckverbands „Altmärkischer Regionalmarketing- und Tourismusverband“ Sinn.

Die Verbandsgemeinde Seehausen kann Mitglied werden. Und die bisherigen Diskussionen in den Mitgliedsgemeinden und bei den Ausschüssen der Hansestadt und der Verbandsgemeinde deuten darauf hin, dass Seehausen beitritt und damit ein Stimmrecht in dem Zweckverband hat, der den insolventen Tourismusverband Altmark ablösen wird. Das Mitgliedsgemeinde-Quintett könnte die Aufgabe der „Tourismusförderung“ an die Verbandsgemeinde übertragen, was auch angedacht ist. Bei den Verbandsversammlungen muss die Seehäuser VG vertreten werden, nach der Beschlussvorlage sollte dies der Hauptverwaltungsbeamte und demzufolge VG-Bürgermeister Rüdiger Kloth sein. Dieser hat bis auf die anfangs kritischen Stimmen nichts Negatives zum zu gründenden Zweckverband vernommen. Zumindest in der Verbandsgemeinde scheint die Skepsis größtenteils verflogen. Der Verbandsgemeinderat will auf seiner nächsten Zusammenkunft (25. September) dazu einen Beschluss fassen. Der Kreistag in Stendal stimmt bereits in der nächsten Woche (13. September) darüber ab.

Sowohl der Landkreis Stendal als auch der Altmarkkreis Salzwedel planen, den Zweckverband Tourismus auf den Weg zu bringen. Wird die Verbandsgemeinde Mitglied, müssen auch im Haushalt Gelder eingeplant werden. Für das Wirtschaftsjahr 2019 sind 53 Cent je Einwohner geplant. Die Finanzierung dieser Kosten soll über die Verbandsgemeinde­umlage erfolgen.