Walsleben l Ortsbürgermeisterin Christine Klooß hatte es bereits im Februar während einer Sitzung der Walslebener Ortspolitiker angedeutet, nun will die Einheitsgemeinde offenbar Nägel mit Köpfen machen. Soll heißen: Es wird ernst mit einem Ersatzbau für die im März 2014 gesperrte Uchtebrücke am Eichengrund. Am kommenden Montag beschäftigt sich der Bauausschuss des Stadtrates mit den Planspielen um die neue Uchteüberführung. Der Ersatzbau soll zu 75 Prozent aus dem Förderprogramm „Ländliche touristische Infrastruktur“ finanziert werden.

Für den notwendigen Eigenanteil der Kommune könnten, sofern der Stadtrat zustimmt, Gelder aus dem Topf für den Ausbau der Kreuzung Seehäuser Straße/Krumker Straße abgezweigt werden. Diese Maßnahme hat sich verschoben, weil der Landkreis die für die Kreuung angedachten und vorher auch offerierten Gelder aus dem Entflechtungsprogramm nicht nach Osterburg überweisen kann. So steht es der Kommune nun frei, bei diesen Finanzen umzusteuern. Und sie zum Beispiel für eine neue Uchtebrücke zu verwenden. Mit diesem Projekt könnte eine alte Wegeverbindung zwischen dem Dorfteil „Neue Welt“ und der Landstraße 14 wieder zum Leben erweckt und auch für Radfahrer aktiviert werden. „Dies ist deshalb beabsichtigt, da wir somit eine Verbindung zwischen dem Freizeit- und Sportgelände am Eichengrund, der L 14, dem Elberadweg und dem ehemaligen Gutsgelände schaffen wollen. Letzteres ist Bestandteil der touristischen Wir-leben-Land-Tour unserer Gemeinde“, heißt es in einer Einschätzung der Osterburger Verwaltung. Zugleich blickt die Kommune zur Begründung auf das Jahr 2019. Dann feiert Walsleben, das zu den ältesten Dörfern des Landkreises Stendal gehört, seinen 1090. Geburtstag und trägt aus diesem Anlass auch das Altmärkische Heimatfest aus.

Ab Montag wird die Investition in den Gremien des Stadtrates diskutiert, erste Vorbereitungen auf die Maßnahme hat die Kommune aber bereits eingeleitet. So sei der Förderantrag gestellt, auch die finanziellen Auswirkungen des Vorhabens sind im Rathaus durchkalkuliert. Danach rechnet die Verwaltung bei der insgesamt rund 152 000 Euro teuren Brückeninvestition mit einer 75-prozentigen Finanzspritze. Das übrige Viertel (rund 38000 Euro) müsste die Einheitsgemeinde aus der eigenen Tasche bezahlen. Stimmen die Stadträte zu und verlaufen die Vorbereitungen des Brückenbaus geplant, könnte die neue Uchteüberführung im nächsten Jahr in die Tat umgesetzt sein.