Stapel l „Dass sie so schön wird, damit haben wir nicht gerechnet“, sagten Jutta Steinke und Elke Totz bei der feierlichen Einweihung der Trauerhalle in Stapel. Schon seit vielen Jahren lag die notwendige Renovierung den Verantwortlichen des Gemeindekirchenrates am Herzen. Steinke, Vorsitzende des Gremiums, und ihre Mitstreiterin sprachen sich lobend über die im Frühjahr 2019 über die Bühne gegangenen Sanierungsarbeiten aus und bedankten sich sowohl bei Höhe-Bürgermeister Bernd Prange als auch bei den Mitarbeitern des Seehäuser Bauamtes.

Die Gemeinde Altmärkische Höhe stemmte letztendlich das Projekt. „Die Kirchengemeinde ist an uns herangetreten und fragte nach, ob eine Sanierung möglich sei“, blickte Bernd Prange zurück. Die Trauerhalle machte schon seit etlichen Jahren einen bedauernswerten Eindruck. „Sie war sehr marode“, so der Höhe-Bürgermeister. „Der Putz kam schon runter, die Fenster waren undicht“, zählte Jutta Steinke, die schon vor zehn Jahren einen Versuch startete, um die Gemeinde für diese Maßnahme zu gewinnen, weiter auf. Prange und „seine“ Kommunalpolitiker aus dem Gemeinderat konnten das Projekt im Haushaltsplan verankern. Und mit Unterstützung des Seehäuser Bauamtes realisieren.

Vom Ergebnis zeigten sich gestern Vormittag die Beteiligten angetan, so dass die Trauerhalle wirklich „wie neu“ wirkte. Die Arbeiten in Stapel begannen Anfang März und dauerten elf Wochen an. Von der einstigen auf dem Friedhof und somit hinter der Stapeler Kirche stehenden Halle sind nur noch die Grundmauern übrig geblieben. Alles andere ist neu, auch die gesponserten Sitzgelegenheiten. „Für uns waren die Fenster und das Dach am wichtigsten“, betonte die Gemeindekirchenrats-Vorsitzende. Aber die Gemeinde wollte eine Trauerhalle schaffen, die für einen längeren Zeitraum Bestand haben soll. Und so kamen zum Dach und den Fenstern unter anderem auch ein neuer Fußboden und ein überdachter Bereich hinzu. Die Gemeinde Altmärkische Höhe nahm rund 50.000 Euro in die Hände. Geld, das die Kirchengemeinde nicht aufbringen konnte. „Deshalb haben wir auch eine Nutzungsvereinbarung abgeschlossen“, machte Prange auf die Vereinbarung zwischen weltlicher und kirchlicher Gemeinde aufmerksam. Die Höhe-Kommune hat die Trauerhalle quasi mit übernommen, verpachtet sie indes wieder.

Prange bedankte sich bei den bauausführenden Firmen und überreichte dem anwesenden Gemeindekirchenrats-Duo symbolisch neben Blumen den Schlüssel für das neusanierte Gebäude. Und die Gemeinde Altmärkische Höhe hat noch weitere Trauerhallen auf ihrem Territorium im Blick.

Weitere Gebäude im Fokus

Zunächst steht Boock auf der Agenda. „Das ist ganz dringend“, sagt der Bürgermeister. Den Einwohnern stehe für Trauerfeiern derzeit keine Halle zur Verfügung. Deshalb ist ein Neubau geplant. Die Aussichten auf Fördergelder für diese Maßnahme seien gut, berichtet Wirtschaftsförderin Lisa Weigelt, die jeden Tag auf einen positiven Bescheid wartet. Rund 65.000 Euro wird der Neubau an Kosten nach sich ziehen.

Prange hofft zudem, dass recht zügig eine dritte Trauerhalle in der Gemeinde auf Vordermann gebracht werden kann. Die Gemeinde Altmärkische Höhe plant auch für jene in Bretsch entsprechende Arbeiten. Der Höhe-Bürgermeister ist froh, dass mit Stapel zunächst die erste Trauerhalle fertig geworden ist. Und das zur Zufriedenheit aller.