Lichterfelde l Die Feuerwehren der Altmärkischen Wische probten den Ernstfall. Es ist schon Tradition, dass es im Ausrückebereich der Feuerwehren der Wische-Gemeinde gemeinsame Schulungen beziehungsweise Übungen gibt. Diese finden im Frühjahr und im Herbst unter der Leitung des stellvertretenden Verbandsgemeindewehrleiters Olaf Günther aus Neukirchen und dem jeweiligen Ortswehrleiter statt. Die jetzige Herbstübung fand vor wenigen Tagen in Lichterfelde/Ferchlipp statt.

Als Objekt wurde vom Wehrleiter aus Lichterfelde, Christian Schneider, das landwirtschaftliche Objekt der Voßköhler Agrar KG gewählt. Dieses Objekt war die ehemalige Bullenverwahrstation des Rinderzuchtverbandes. Heute werden dort Jungrinder und einige Jungbullen gehalten. In Absprache mit den Besitzern wurde eine Begehung durchgeführt, bei der besonders auf Schwerpunkte im Falle eines Brandes geachtet wurde. Für das Objekt wird ein Feuerwehrplan erarbeitet. Die beiden eingangs genannten Verantwortlichen betonten zusammen mit dem Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten, der als Disponent der Übung beiwohnte, dass es bei dieser Übungsform nicht auf Schnelligkeit ankommt, sondern dass jeder taktische Schritt vorher gut gemeinsam durchdacht wird und als Grundlage für den zu erstellenden Plan gilt. Neben dem Transport von Wasser über eine lange Wegestrecke von zwei entfernten Brunnen galt es für die Feuerwehr-Kräfte auch, die Personenrettung unter schwerem Atemschutz zu trainieren. Die vorhandenen Tiere wurden keiner Stresssituation unterzogen. Selbsternannte Tierschützer haben also keinen Grund zur Kritik. Im Gegenteil: diese Übung diente dem Tierwohl im Falle eines Brandes.

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