Osterburg l Der Osterburger Ortschaftsrat hat am Montag bei den Bewohnern der August-Bebel-Straße 9-15 Hoffnung geweckt, dass sich an ihrer bisherigen Anschrift nichts ändert. Stattdessen könnten die vor dem Wohnblock und direkt an der August-Bebel-Straße entstehenden Gebäude mit Nummern plus den Zusätzen a, b und c adressiert werden (zum Beispiel 5a).

Vor den Ortschaftsräten und betroffenen Bewohnern des Neubaublockes hatte Edeltraud Heymann aus dem Ordnungsamt zuvor deutlich gemacht, dass es in Sachen Gefahrenabwehr schon immer Probleme in diesem Bereich gegeben habe. Mit den neuen Gebäuden würde es noch schlimmer werden. Dann stünden dort zwei Gebäude, die gleich heißen. Es würde ausgesprochen schwierig, eine Beschilderung aufzustellen, bei der vor allem die Rettungsdienste gleich wissen, wo sie sind.

„Diese Huddelei wollen wir nicht“, kritisierte dagegen ein Anwohner die von der Stadt angedachte Zuordnung ihres Blockes zum Franz-Mehring-Weg. 50 Jahre habe es mit der Anschrift „August-Bebel-Straße 9 - 15“ funktioniert, betonte er. Und zeigte sich überzeugt, „dass der Franz-Mehring-Weg auch nicht zu finden sein wird“.

Nach Angaben von Ortschef Klaus-Peter Gose habe Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz signalisiert, dass er das Gespräch mit den Anwohnern suchen wollte. Zudem machte der Ortsbürgermeister deutlich, dass es für die August-Bebel-Straße freie Nummern gebe. Das, so warf Edeltraud Heymann ein, werde dann aber keine glückliche Nummerierung geben.

Daniel Köhler (CDU) und Jürgen Emanuel (Linke) sprachen sich wie Gose dafür aus, dass es keine Umbenennung geben sollte. Es gehe um fünf Hausnummern. Wenn man es wollte, könnte das schnell bereinigt werden. 5a, 6a und 7a zu vergeben sei doch unkomplizierter als die Umbenennung. „Dem können wir uns nur anschließen“, resümierte Klaus-Peter Gose. Der Osterburger Ortschaftsrat sprach sich abschließend dafür aus, dass die neuen Häuser die Zusätze a, b, c erhalten und zusätzlich eine Lösung für eine möglichst optimale Beschilderung gefunden werden sollte.