Seehausen l Nachdem sich im Umfeld des Waldbades in den vergangenen Jahren nicht nur kosmetisch, sondern auch investiv viel getan hat, aber für die Sanierung des Schwimmbeckens im Waldbad bis heute keine Fördermittel an Land zu ziehen waren, greifen die Förderer der Naherholungsstätte um ihren Vorsitzenden zu ungewöhnlichen Mitteln und wollen jetzt die Öffentlichkeit mobilisieren. Die Liste für Untersützerunterschriften soll Innenminister Holger Stahlknecht samt Begleitschreiben übergeben wenn der Ende Juli in Seehausen vorbeischaut.

In der Bitte um Unterstützung wird unter anderem auf die Entstehungsgeschichte des Bades verwiesen, das 2018 seinen 80. Geburtstag begeht und darauf, dass das Schwimmbecken inzwischen einer Komplettsanierung für rund drei Millionen Euro bedarf. Eine Summe, die die Kommune ohne großzügige Zuschüsse alleine nicht stemmen kann.

Walter Fiedler belegt die Bedeutung der Freizeitstätte unter anderem mit etwa 1,2 Millionen Badegästen in acht Jahrzehnten. Zudem hätten im Waldbad inzwischen circa 12 000 Kinder das Schwimmen erlernt. Nicht zuletzt wirft der Chef der Waldbadförderer die soziale Komponente der Einrichtung für die Stadt und deren Umfeld in die Waagschale. „Die Schließung des Waldbades würde zu einer erheblichen Verschlechterung der Lebensqualität der Bevölkerung der Region in den Sommermonaten führen“, heißt es in dem Schreiben abschließend.

Die Unterschriftenlisten sollen ab heute bis zum 29. Juli im Waldbad, in der Stadtinformation, im Mehrgenerationenhaus des DRK und im Laden der Firma Buness ausliegen. Unterschreiben kann und soll jeder, der den Förderverein und damit das Waldbad unterstützen will. Das Mindestalter beträgt 14 Jahre. Außerdem bitten die Initiatoren darum, nicht mehr als einmal auf den Listen zu unterschreiben.