Arneburg l Die Arbeiten von Gunnar Porikys schmücken in dieser Woche noch die „Kleinste Galerie“ im Arneburger „Goldenen Anker“. Ein Wechsel ist jedoch schon in Sicht. Denn ab Mittwoch, 13. November, wird neue Kunst in den Raum ziehen. Die Betrachter können sich dann mit den Bildern von Heidi Lasch, die im Brandenburgischen Schönwalde-Glien (Landkreis Havelland) wohnt, auseinandersetzen. Dass sich dies auf alle Fälle lohnt, weiß Galeristin Adelheid Johanna Preß. Zur Ausstellungseröffnung sind Interessenten willkommen. Beginn ist um 19 Uhr.

Unter dem Ausstellungstitel „Satte Farbe - zarte Linie“ zeigt Heidi Lasch die beeindruckende Breite Ihres künstlerischen Schaffens in verschiedenen Techniken. Neben kräftigen, farbenfrohen Ölgemälden werden unter anderem auch feine Zeichnungen in Tusche zu sehen sein. Adelheid Johanna Preß blickt dem Künstlergespräch zur Vernissage gespannt entgegen.

„Heidi Lasch lebt ihre Kunst und ihre Kunst erzählt viel von ihrem Leben. Sie zeigt uns ihre Emotionen in Landschaften, die sie mit pastosem Farbauftrag abstrahierend, aber für den Betrachter immer verständlich auf die Leinwand bringt“, betont die Galeristin, die bei Lasch eine Besonderheit ausmachte: Sie verwendet Sackleinen, das ihren Bildern zusätzliche Struktur verleihen würde. Umso bemerkenswerter sind die „zarten Linien“, die Heidi Lasch von Grünefeld, wie sie sich auch nennt, ebenso beherrscht und eine ganz andere Seite von ihr offenlegen. In kleinen Tuschezeichnungen gelingt es ihr in wenigen Strichen, Landschaften und Menschen zu erschaffen, so Adelheid Johanna Preß. Im Gegensatz zu ihrer Malerei seien die Mittel hier minimal – der Ausdruck ist in beiden Fällen stark.

Bilder

1954 in Mittweida geboren, studierte sie nach dem Abitur zunächst an der Hochschule für Film und Fernsehen, Babelsberg Filmregie. Danach folgte die Tätigkeit im Zentrum für Kunstausstellungen in der Neuen Berliner Galerie. Als Schrift und Grafikmalermeisterin war sie angeregt, noch Studien in der Malerei und Grafik aufzunehmen. Ihre Lehrer waren Prof. Dr. Yang, Professor Konrad und Professor Chong Guang Yang sowie Meino von Eizen und Helmut Jöcken aus Bochum.

Die Künstlerin, die seit 2008 als Dozentin an Volkshochschulen Kurse in Aquarell-, Acryl- und Ölmalerei gibt und ihr Wissen an Interessenten vermittelt, machte auch Erfahrungen im Ausland. 1989 unternahm sie eine Studienreise nach Kuba. Zehn Jahre später reiste sie zu einem Künstleraustausch nach China und zeigte in Shanghai und Anhhui Hefei in Ausstellungen ihre Bilder. Zahlreiche weitere Ausstellungen, die sie seit 1977 in die verschiedensten Galerien führten, die zu unterschiedlichen Themen in verschieden Städten gestaltet wurden, säumen ihren Weg. Bilder waren von ihr in Potsdam, Herne, Wuppertal, Dortmund, Bochum, Wiesbaden, Brüssel und an vielen anderen Orten zu sehen.

Die Ausstellung mit den Arbeiten von Heidi Lasch ist die letzte vom Kultur- und Heimatverein Arneburg organisierte in diesem Jahr und die insgesamt 244.

Seit dem 14. Februar 1981 gibt es regelmäßig Ausstellungen in Arneburg. Zunächst wurden die Stücke in der Kleinen Galerie des Kulturhauses ausgestellt. Nach dessen Schließung im Jahr 1993 wurden die Kunstwochen im Rathaus fortgesetzt. Seit 1997 zieht Kunst in den aktuellen Raum.