Osterburg l Rund 30 Interessenten hatten sich am Mittwochnachmittag auf dem Hof des Verwaltungsgebäudes eingefunden. Sie wollten dabei sein, wenn die Fundsachen, die sich seit mindestens sechs Monaten in der Obhut der Kommune befinden, unter den Hammer kommen. Dabei handelte es sich in der Hauptsache um Fahrräder, das übrige Sortiment fiel eher spärlich aus. Dieser Fakt und die Tatsache, dass es sich seit 2015 für die Einheitsgemeinde nicht mehr gelohnt hat, eine Versteigerung durchzuführen, könnte davon zeugen, dass die Osterburger sorgsam mit ihrem Eigentum umgehen. Neben den genannten Fahrrädern waren noch zwei Börsen, ein USB-Stick, ein Akkuschrauber, eine Uhr und eine unwesentliche Zahl kleiner Schmuckstücke im Angebot. Auch ein Kinderwagen kam unter den Hammer. Er sah allerdings eher so aus, als ob er irgendwann mal illegal entsorgt wurde und fand am Ende auch keinen neuen Besitzer.

Der Kinderwagen blieb die einzige Fundsache, auf der die Kommune sitzen blieb. Nachdem Fundbüro-Leiterin Anita Pinnecke die Versteigerung um 14 Uhr eröffnet hatte, rief Edeltraud Fuchs aus dem städtischen Ordnungsamt die einzelnen Funde auf. Ziemlich schnell ging dann auch das erste Fahrrad weg. Für 50 Euro fand es einen neuen Besitzer. Am Ende dürften die Organisatoren zufrieden gewesen sein, denn bis auf besagten Kinderwagen fanden alle angebotenen Teile ihr Käufer. Geschickt dabei das Agieren von Edeltraud Fuchs, wurde das Mindestgebot nicht erreicht, stellte sie auch mal ein Rad wieder zurück und rief es später noch einmal auf. Dann fand sich doch noch ein neuer Besitzer.

Wann die Kommune wieder Fundsachen versteigert, bleibt abzuwarten. Erst wenn es sich lohnt, wenn sich das Fundbüro also wieder gefüllt hat, werde dazu aufgerufen, machten die Mitarbeiterinnen aus der Verwaltung deutlich.