Osterburg l Einstimmig hat sich der Bauausschuss in dieser Woche dafür ausgesprochen, das Verwaltungsgebäude an der Ernst-Thälmann-Straße zum neuen Osterburger Hort umzubauen.

Für das geschätzt 2,365 Millionen Euro teure Vorhaben, das auch die Sanierung und Modernisierung des Saals beinhaltet, will die Kommune Fördermittel aus den Geldtöpfen der „Sozialen Stadt“ beantragen. Die Einheitsgemeinde hat sich um die Aufnahme in das Programm bemüht, die Antwort des Fördermittelgebers steht aber noch aus. Klar ist: An dieser Hortlösung kann erst gebaut werden, wenn die dort untergebrachten Verwaltungsangestellten ausgezogen sind.

Allerdings dürfte noch einige Zeit ins Land gehen, bis der Rathausanbau, in dem die Stadtmitarbeiter Büros beziehen, an der Burgstraße hochgezogen ist. „Das wird noch Jahre dauern“, schätzte Wolfgang Tramp (Die Linke) ein. „Dennoch kann uns nicht Besseres passieren, als dieses Gebäude am Leben zu erhalten. Schon wegen des Saals ist das für uns die beste Lösung“, fügte Tramp hinzu. Rainer Moser (SPD) stimmte dem zu und auch Michael Handtke (CDU) hielt es „fast schon für unabdingbar, das Gebäude zu erhalten. Das ist eine nachhaltige Lösung“, äußerte er. Gleichwohl forderte der CDU-Fraktionschef zur möglichst schnellen Umsetzung des Projektes auf.

Denn die auf 115 Plätze festgelegte Betreuungskapazität im Hort an der Hainstraße ist bereits an ihre Grenzen gestoßen. Weil in den zurückliegenden Jahren die Geburtszahlen anstiegen, vermehrt junge Familien mit Kindern in die Region zurückkehrten und die Zahl der Erwerbslosen sank, kletterte die Nachfrage nach der kommunalen Hortbetreuung weiter in die Höhe. So sehr, dass die Einheitsgemeinde bereits eine Hort-Außenstelle im Gebäude der Anne-Frank-Förderschule unterhält, in der aktuell die 40 Hortkinder aus der dritten Klassenstufe betreut werden.

Das ist vorerst hilfreich. Aber keine Lösung auf Dauer, weil das Landratsamt bislang nur für das Unterrichtsjahr 2018/19 zugestimmt hat, dass Osterburg die Räume in der kreiseigenen Schule nutzen kann. Für die Folgejahre muss die Einheitsgemeinde darauf bauen, dass der Landkreis nicht Eigenbedarf anmeldet. Die Einrichtung des Hortes sei deshalb dringlich, „wir müssen Gas geben“, sagte Handtke. Horst Guse unterstrich dies. „Alles andere hat hintenan zu stehen“, betonte der Links-Politiker.