Iden l  Bürgermeister Norbert Kuhlmann informierte während der Ratssitzung am Donnerstagabend im Gemeindehaus über ein Förderprogramm, das auf diese Projekte zielt. Und das die Gemeinde in Anspruch nehmen könnte. Allerdings gibt es diese Sanierung nicht zum Nulltarif, die Gemeinde müsste mit einer fünfstelligen Summe rechnen.

Die Idener Ratsmitglieder sollten sich bis zur nächsten Sitzung ihre Gedanken machen, ob die Gemeinde in diese Richtung aktiv werden sollte und wenn ja, welche Haltestellen eine Sanierungskur dringend nötig hätten. Norbert Kuhlmann könne sich vorstellen, dass die Gemeinde in Haltestellen investiert. Ihm fällt als erstes die an der Landesstraße 9 gelegene Bushaltestelle nahe Kannenberg ein. Da sei beispielsweise „der Balken schon durchgefault“. Seiner Meinung nach wäre dort Handlungsbedarf geboten. Es gebe aber noch andere Haltestellen in der Gemeinde, die schon öfter repariert worden und dementsprechend „in die Jahre gekommen sind“, so der Bürgermeister. Als zweites Beispiel nannte er die Bushaltestelle „Gut“. Auch dieser an der Idener Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau (LLG) gelegene Wartebereich der Busnutzer würde eine Erneuerung gut zu Gesicht stehen, findet der Ortschef, der auch darüber informierte, dass die Gemeinde bei dieser Thematik noch etwas Zeit habe. Die Antragstellung müsse bis Mitte Mai erfolgen. Die Förderung gebe es als Zuschuss. Maximal 80 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben könnte die Gemeinde erhalten. Als Maximalbetrag gebe es pro Haltestelle für deren Um- oder Ausbau 8000 Euro. „Der Eigenanteil ist demnach dann doch nicht wenig“, so der Bürgermeister, der pro Haltestelle von einem Betrag von rund 25 000 Euro ausgehe. Ob die Gemeinde letztendlich in Bushaltebereiche und somit in die Verbesserung des öffentlichen Straßenpersonennahverkehrs investiert, werde sie während der nächsten Sitzung, die voraussichtlich Anfang März stattfinden wird, entscheiden.

Beim Blick auf den Etat sei jedoch trotz mehrerer Vorhaben noch Spielraum. Dana Hoedt, Kämmerin der Arneburg-Goldbecker Verbandsgemeinde, bescheinigte der Gemeinde ein gutes und solides Wirtschaften. Das hat zur Folge, dass der Ergebnishaushalt des Vorjahres positiver ausfällt als kalkuliert: Geplant war eine Summe von 22000 Euro. Nach aktuellem Stand stehen rund 100 000 Euro unterm Strich. Hinzu komme, dass die Gemeinde keine Hypotheken bedient, die sich im Haushaltsplan negativ bemerkbar machen würden.

Im am Donnerstagabend einstimmig beschlossenen Haushaltsplan wurden beispielsweise der Einbau neuer Balkone in kommunale Wohnblöcke an der Neuen Straße (4-10, 12-18) und des Schmiedewegs (Block C), die Renaturierung des Seegrabens, die Aufwertung der Fläche an der Sporthalle mit Spiel- und Fitnessgeräten sowie die Schaffung einer neuen 60-Meter-Laufbahn auf dem Sportplatz in Iden berücksichtigt.