Gladigau l Den „Blau-Weißen“ aus Gladigau steht demnächst ein Jubiläum ins Haus. 2018 wird ihr Verein 90 Jahre alt. Wer den Verein bis zur Geburtstagsparty lenkt und damit auch maßgeblich in die Vorbereitung des Jubiläums eingebunden sein dürfte, steht seit der Jahreshauptversammlung vom Freitagabend fest.

Da wurde für die Amtszeit von drei Jahren das neue Führungsgremium gewählt. Weil die Mitglieder an der bisherigen Vorstandsarbeit nichts auszusetzen hatten, setzen die „Blau-Weißen“ an ihrer Spitze auf Kontinuität. So bleibt Hansjoachim Henning Vorsitzender und Torsten Dirk sein Stellvertreter. Dem geschäftsführenden Vorstand komplettiert Schatzmeisterin Anke Reisener. Ihnen stehen im erweiterten Führungsgremium unterstützend Doreen Rohbeck, Malin Lazay, Torsten Dahms und Christian Kühne zur Seite.

Sie lenken einen Verein, der eine Fußballabteilung und eine Frauensportgruppe unterhält und dem gegenwärtig 91 Mitglieder angehören. Die Zahl sei leicht rückläufig, schätzte Vereins-Vize Torsten Dirk ein.

Insgesamt stehen drei Gladigauer Fußballmannschaften im Spielbetrieb. Neben der ersten Elf, die in der Kreisliga kickt und nach dem schweißtreibenden Abstiegskampf in der Vorsaison momentan auf einem entspannten zehnten Platz steht, mischen die Gladigauer im Nachwuchsbereich in Kooperation mit Bismark mit. Von der Pflege des Unterbaus profitiert mittlerweile auch die erste Mannschaft, für die die Gladigauer übrigens keine großartigen Ziele ausrufen.

Die Klasse bewahren

„Wir reden nicht von Meisterschaften oder einen Aufstieg in eine höherklassige Liga. Uns geht es zuallererst darum, die Klasse, den regelmäßigen Spielbetrieb zu bewahren und nicht zuletzt unseren Verein an sich am Leben zu halten“, betonte Hansjoachim Henning. Dabei strich er die soziale Bedeutung des Vereins heraus: Sich regelmäßig am Wochenende am Sportplatz zu den Spielen zu treffen, miteinander ins Gespräch zu kommen, mit der eigenen Elf mitzufiebern und sich über Siege zu freuen und Niederlagen zu ärgern, das sei aus dem Gladigauer Dorfleben schlicht und einfach nicht wegzudenken, sagte Hansjoachim Henning.