Seehausen l Der Verein der Freunde und Förderer der Kirche St. Petri zu Seehausen wurde gleich nach der Wende vor 27 Jahren gegründet. Die derzeit 26 Mitglieder stammen vorwiegend aus Seehausen, aber auch aus verschiedenen Gegenden Deutschlands, die damit ihre Verbundenheit zu ihrer einstigen Heimatstadt demonstrieren.

Für das Wochenende hatte der Vereinsvorsitzende Holger Eilrich zur Jahreshauptversammlung mit Vorstandswahl in den Gemeinderaum der evangelischen Kirche eingeladen. Neben einem Großteil der Mitglieder konnten auch Stadtchronist Kurt Maaß, Bürgermeister Detlef Neumann und die Kirchenratsvorsitzende Katharina Fischer begrüßt werden. In ihren Worten gaben alle ihrer Freude Ausdruck, dass es diesen Verein gibt, der sich aktiv in die Erhaltung des Gotteshauses einbringt und es bekannter machen hilft.

Über die Aktivitäten im Berichtszeitraum gab Holger Eilrich detailliert Auskunft. Nur einige seien hier genannt. Zum Beispiel die traditionelle Turmsäuberung unter der Leitung von Dr. Walter Fiedler mit fünf Jugendlichen im April 2017. Da die Vogelschutzgitter noch nicht alle dicht sind, wird die Aktion auch in diesem Jahr wieder nötig sein. Helfer sind nach wie vor gefragt. Mitglieder des Vereins waren zudem an Turm- und Kirchenführungen beteiligt. Die daraus resultierenden Spenden sind ein unverzichtbarer Teil der Einnahmen für das Vereinskonto.

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Türmehrwohnung

Beim Vereinsprojekt „Türmerwohnung“ sind die ersten Erfolge sichtbar. Die Elektroanlage im Turmaufgang und in der einstigen Wohnung wurde überprüft und erneuert sowie die Beleuchtung auf LED-Lampen umgestellt. Die sechs maroden Fenster in der Türmerwohnung wurden in Absprache mit dem Denkmalschutz durch einen Seehäuser Handwerksbetrieb ausgetauscht. Die Fensterbänke und die Sitzauflagen aus Holz sind schon in Arbeit. Die nötigen Putzarbeiten und Verbretterungen erfolgen demnächst. Das Material dafür braucht nicht mühsam über die Treppen geschleppt werden. Über einen „Galgen“ werden die benötigten Säcke mit Kalk über ein Seil und eine Trommel nach oben befördert. Bei allen bisherigen Arbeiten trat das Mitglied Hans–Joachim Kontak positiv in Erscheinung.

Nach Eilrichs Ausführungen erfolgten die Berichte zu den Finanzen und deren Prüfung. Es ergaben sich keine Unregelmäßigkeiten. Der Verein schreibt schwarze Zahlen.

Bevor die Wahl durchgeführt wurde, bekamen Ellen Rosik, die als Verbindungsfrau zwischen dem Verein und der Kirche fungierte sowie Gründungsmitglied Ingo Stein, der die gesamte Zeit als Schatzmeister tätig war, je einen Blumenstrauß als Anerkennung ihrer geleisteten Arbeit.

In geheimer Wahl bekamen die Kandidaten einstimmig das Vertrauen der anwesenden Mitglieder. Bei der Konstituierung taten sich die Vorstandsmitglieder beim Vorsitzenden allerdings etwas schwer. Walter Fiedler, der schon Vorsitzender bei den Waldbadförderern ist, erklärte sich nach reiflicher Überlegung schließlich bereit, für die Zeit von zwei Jahren das Amt des Vorsitzenden zu übernehmen. Bis dahin hoffen die Mitglieder, einen neuen geeigneten Kandidaten für diese Funktion zu finden.