Wahrenberg l Das Treiben zu Pfingstsonntag, das im Grunde die Summe vieler kleiner Einzelaktivitäten ist und dem Jan-Herbert Damm erst im vergangenen Jahr zur Premiere verholfen hat, lockte bei der dritten Auflage wieder viele Gäste in das Storchendorf an der Elbe.

Dass es bereits die dritte Auflage war, liegt daran, dass der gebürtige Niedersachse den Dorfmarkt schon zum Erntedankfest im Herbst 2018 wegen des großen Zuspruchs wiederholt hatte. Wie groß der Zuspruch am Ende wirklich war, wird allerdings nicht festzustellen sein, weil kein Eintritt verlangt wird und sich niemand die Mühe macht, die Besucher zu zählen, die sich aus Wahrenberg selbst und den Nachbarorten rekrutieren, die aber mit dem Fahrrad und noch mehr mit dem Auto längere Anfahrtswege sogar über die Landesgrenzen von Niedersachsen und Brandenburg in Kauf nehmen, weil Flohmarkt-Atmosphäre nach wie vor ihren Reiz hat.

Das Konzept, das nicht wie sonst oft üblich auf einen zentralen Marktplatz hinausläuft, sondern eher dem Prinzip eines Garagenverkaufes folgt, setzt auf Eigeninitiative. Damm sammelt letztlich die Aktivitäten und fasst sie in einem Flyer zusammen, den die Besucher am Ortseingang zur Orientierung in dem verwinkelten Dorf in die Hand bekommen, der aber auch schnell vergriffen war. Da es sich um viele private Aktionen handelt, sind die Informationen auf Papier gedruckt und nicht in Stein gemeißelt. Wer will, kann sein Grundstück auch kurzfristig für Schnäppchenjäger öffnen.

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Das Prinzip hat sich bewährt. Schattige Parkplätze waren wegen der wachsenden Resonanz schon zum Startschuss gegen 11 Uhr Mangelware. Die Zahl der notierten Höfe war mit 14 ähnlich groß wie bei den Vorveranstaltungen. Allerdings haben einige Marktorte inzwischen im positiven Sinn ein gewisses Eigenleben entwickelt, weil sich mehrere Teilnehmer zusammentaten und die Imbissvielfalt inzwischen von Kaffee und Kuchen bis Bowle und Zebu-Burgern reichte, die Tische des Cafés Anne~Elbe auf dem Deich aber trotzdem immer noch gut besetzt waren.

Und mit Live-Musik bekommt der Dorfmarkt inzwischen fast schon etwas Kleinkunst-Atmosphäre. Mal sehen, wo die Reise bei den nächsten Auflagen hingeht.