Seehausen l Anfang des Jahres machte sich der Förderverein des Seehäuser Waldbades bekanntlich sehr erfolgreich für die Abdichtung des Schwimmbeckens und der Zuleitungen für das aufgefrischte Wasser aus der Umwälzanlage stark (wir berichteten). Sich auf dem Erfolg auszuruhen, ist angesichts ausbleibender Fördermittel für eine grundhafte Sanierung des Bades für alle Beteiligten keine Option.

Nach einem Gespräch mit dem Wittenberger Badbetreiber, dem Gaststättenpächter, der Stadtverwaltung und Kommunalpolitikern führt offenbar kein Weg daran vorbei, die restlichen Leitungen zur Filteranlage zu erneuern, ließ der Seehäuser Bürgermeister Detlef Neumann in der jüngsten Sitzung des Stadtrates am Donnerstagabend durchblicken. Und setzte dabei die Hoffnung darauf, dass der Förderverein sich wie angekündigt des Planschbeckens annimmt.

Die letzte Erneuerung des achteckigen Flachwasserbereichs zwischen Gaststätte und Schwimmbecken ist mittlerweile 25 Jahre her. Das Becken ist undicht, der Wasserverlust erheblich, bestätigte der Vorsitzende der organisierten Waldbadförderer Walter Fiedler. Und machte klar, dass der Verein zu seinem Wort stehe.

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Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Der Kontakt mit hiesigen Baufirmen, die die Aktion wieder unterstützen wollen, ist aufgenommen. Die personell aufgestockte „Rentnerbrigade“, die erst im Frühjahr Höchstleistungen vollbrächte, stehe in den Startlöchern. Baustart könnte in der zweiten Januarwoche sein, wenn das Wetter mitspielt. Dann soll das Becken in seiner Form erhalten, aber abgedichtet werden. Dazu ist die Erneuerung der Zugänge geplant. Einer davon wird sogar barrierefrei für Leute mit Rollatoren oder Kinderwagen.

In dem Zusammenhang teilte Fiedler mit, dass sich das Spendenkonto nach der jüngsten Aktion bereits wieder erholt habe und einen Kontostand von rund 40 000 Euro aufweise, womit die Planschbeckenpläne finanziell abgesichert sein sollten.

Ideen für neue Spendenaktionen gibt es bekanntlich auch schon. Der Vereinsvorsitzende erinnert in dem Zusammenhang an das Non-Stop-Schwimmen, das in der nächsten Saison von Freitag, 19. Juni, 12 Uhr bis Sonntag, 21. Juni, 24 Uhr im Schillerhain stattfinden soll. Fiedler forderte alle hiesigen Vereine und Institutionen auf, sich an der Sache zu beteiligen und zum Erfolg werden zu lassen. Das Marathonschwimmen soll natürlich zur Spenden-Akquise dienen und auf die notwendigen Sanierungsarbeiten hinweisen, aber eben auch auf die Defizite beim Schwimmunterricht in Deutschland, die Bewegung zur Gesundheitsvorsorge und auf den sanften Tourismus aufmerksam machen.