Seehausen l Die Schäden, die der Frost in diesem Jahr im alten Schwimmbecken hinterlassen hat, sind inzwischen verputzt. Wenn die Nächte nicht mehr so kalt sind, kann der blaue Spezial­anstrich aufgebracht werden. Aber auch so gibt es einiges in Ordnung zu bringen und zu reinigen.

Um den Stadtarbeitern unter die Arme zu greifen, bittet der Vorstand des Fördervereins deshalb auch zum Sonnabend, 13. Mai, wieder in der Zeit von 9 bis gegen 12 Uhr zu einem Arbeitseinsatz, bei dem nicht nur Mitglieder, sondern alle helfenden Hände willkommen sind.

In dieser Woche werden dazu die 20 neuen Natursteintische aufgestellt, für die der Förderverein sehr tief in die Tasche gegriffen und etwa 6200 Euro locker gemacht hat. Die alten Tische des Außengeländes waren zu DDR-Zeiten aus geschliffenem Waschbeton (auch als Terrazzo bekannt) hergestellt worden. Die Witterung hat dem Material so zugesetzt, dass es gefährlich brüchig wurde. Die rostende Stahlbewährung erledigte ihren Teil von innen heraus.

Die neuen Tische sind in etwa baugleich aus drei Teilen zusammengesetzt, bestehen aber aus poliertem Granit. Was für eine exklusive Langlebigkeit steht, erklärte Vereinsvorsitzender Walter Fiedler gestern vor Ort. Das Geschäft wickelte der Verein über die Geestgottberger Natursteinfirma von Marcus Goltz ab, der dafür das Aufstellen der jeweils rund vier Zentner schweren Exemplare sponsert. Abgesehen von Material, Werkzeug und Transportmittel stellte der Unternehmer dafür zwei Mitarbeiter ab, die die Tische fachmännisch montierten. Heißt in dem Fall, dass die neuen Konstruktionen wieder ein Betonfundament bekommen, um die Standsicherheit zu gewährleisten. Die Vorgängermodelle waren auch so gegründet. Den Abbau der alten Fundamente und der Tische sowie den Abtransport in den Container einer Recyclingsfirma erledigten die Vereinsmitglieder in Eigenleistung. Gestern packten zum Beispiel Walter Fiedler und Thomas Korte mit an.

Wer dem Verein bei der Refinazierung der Natursteinmöbel helfen will, kann das gerne tun. Für jeweils 250 Euro bekommt der Spender ein Namensschild an einem der Tische. Sieben Tische sind schon vergeben. Den ersten sicherten sich Christine und Frank Wiese bei der Jahreshauptversammlung extra öffentlich, damit sich Nachahmer finden mögen. Kaum zu glauben: Die immer wieder frisch gestrichenen Stühle sind noch die erste Garnitur von der Baderöffnung im Jahr 1938. Die Stadt bezog die Sitzgelegenheiten damals über die Firma Buness, berichteten Korte und Fiedler.