Seehausen l Nachdem das neue Jahr dank der Spenden von Graepel und der VR-Plus-Bank so erfolgreich begann wie das alte endete und die Spendenuhr für den Erhalt des 81-jährigen Naherholungszentrums mittlerweile auf rund 45.000 Euro steht (ohne den Wert von Eigenleistungen einzurechnen), plagen die Mitglieder um Vereinsvorsitzenden Walter Fiedler ebenso wie die Stadtväter nach wie vor die alten Sorgen. Der Saisonstart steht wegen des Zustandes des Schwimmbeckens und seiner technischen Anlagen wieder einmal in Frage. Das machte Fiedler in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Soziales und Kultur als Badförderer und Ratsmitglied deutlich.

Dass die Verantwortlichen derzeit hoffnungsvoll auf eine Antwort zu ihrem Antrag auf Zuschüsse über ein Bundesförderprogramm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur warten, macht die Sache nicht viel einfacher, weil mit einer Benachrichtigung erst Ende dieses Monats oder Anfang März gerechnet werden kann. Selbst bei einem positiven Bescheid für das 1,5 Millionen Euro teure Projekt würde der für den Sommer 2019 zu spät kommen. Aber das wäre nur das kleinere Übel, weil die Sanierungsarbeiten im Idealfall ohnehin zwischen zwei Badesaisons über die Bühne gehen sollen.

Akute Sorgen bereiten derzeit vielmehr die Leitungen der Wasserversorgungs- und -umwälzanlage, deren maroder Zustand sich vor ein paar Tagen bei einer Erkundung des Rohrsystems bestätigte. Die technische Anlage ist zwar Bestandteil des Förderantrages, aber eine Sanierung kann nicht verschoben werden, wenn es das alte Becken in diesem Jahr noch einmal tun soll. Darauf pocht auch das Kreisumweltamt, das die Entnahme des Brunnenwassers für das Schwimmbecken im Auge hat. Derzeit werden einige Szenarien geplant, wie das Dilemma beseitigt und finanziert werden kann, ohne mögliche Fördermittel zu gefährden oder ohne Geld im wahrsten Sinn des Wortes in den Sand zu setzen. In jedem Fall sicherte Walter Fiedler der Kommune die Hilfe des Fördervereins zu. Wobei es nicht nur um finanzielle Unterstützung geht. Die Waldbadfreunde und andere Helfer könnten demnach zum Beispiel auch bei den Erdarbeiten helfen oder sich dort einbringen, wo es nicht unbedingt einer Fachfirma bedarf.

Was passiert, wenn Seehausen bei den Fördermittel nicht berücksichtigt wird, will sich Fieder derzeit wohl lieber nicht vorstellen. Besonders wegen des Nichtschwimmerteils im Becken sieht der Kommunalpolitiker schwarz.