Osterburg l Nach den Unterlagen des Jahresabschlusses konnte der Wasserverband (Bilanzsumme 2016: 167,888 Millionen Euro) im Vorjahr Erträge in Höhe von 18,4 Millionen Euro verbuchen. Dem standen Aufwendungen von 17,55 Millionen Euro gegenüber. Insgesamt habe der Versorger so einen Überschuss in Höhe von 857.739 Euro erwirtschaftet.

Insgesamt betrachtet sei die Finanzlage des Wasserverbandes solide, attestierten die Prüfer der Deloitte GmbH. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung des Versorgers wirft aber der nach wie vor bestehende Einwohnerrückgang ein Fragezeichen auf. Zudem mahnen die Prüfer an, den Anschlussgrad am zentralen Abwassernetz zu erhöhen.

Mit der vermutlich im September anstehenden Novellierung der Klärschlammverordnung, nach der der Schlamm nicht mehr ausgebracht, sondern verbrannt werden soll, steht dem Versorger schließlich eine deutliche Kostensteigerung ins Haus. Wie die konkret ausfällt, sei aber aktuell noch nicht abzuschätzen, sagte Schröder.

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Der Wasserverbands-Geschäftsführer nutzte die Versammlung auch dazu, um über Baumaßnahmen zu informieren. Mit Stand 31. Juli sei im Bereich Trinkwasser im Wasserwerk Osterburg eine Ersatz-SPS-Steuerung sowie die Bahnquerung Tangerhütte im Bau. Nach diversen Rohrbrüchen in den zurückliegenden Tagen habe der Versorger zudem kurzfristig den Neubau der Versorgungsleitung Schrampe-Zießau auf dem Schirm. Für die etwa 2,8 Kilometer lange Leitung rechnet der Verband mit Kosten in Höhe von 500.000 Euro. Zu den laufenden Abwasser-Maßnahmen zählte Dieter Schröder unter anderem Kanal- oder Schmutzwasserarbeiten in Gollensdorf, Schinne, in Arneburg (Thomas-Müntzer-Siedlung/Stendaler Straße), in Osterburg (Ernst-Thälmann-Straße) sowie die Bahnquerung Tangerhütte. Weitere Vorhaben in Flessau, Hohenberg-Krusemark, Tangerhütte sowie Werben seien in Planung. Zurückgestellt wurden erst einmal Investitionspläne, die der Versorger für Jarchau und Seehausen hegt. In beiden Orten wollte der Wasserverband im Zusammenhang mit Straßenbauarbeiten investieren, die aber von den jeweiligen Kommunen nicht in Angriff genommen wurden. Der zweite Abschnitt der Osterburger Thälmann-Straße wurde aus dem gleichen Grund von der Tagesordnung genommen, schließlich stellte der Versorger auch vorerst seine Planspiele für Heeren zurück. Von diesem Projekt nahm der Wasserverband Stendal-Osterburg wegen zu hoher Kosten Abstand.