Osterburg l Alle Jahre wieder gönnen sich Osterburgs Ortspolitiker für ihre letzte Ratssitzung vor den Weihnachtstagen gesellige Atmosphäre. Die diesjährige Runde in der Altmärkischen Kaffeestube nutzte Klaus-Peter Gose aber auch, um Bilanz zu ziehen. Dabei rief der Ortsbürgermeister vor allem Aktivitäten in Erinnerung, mit denen sich die Räte für eine Verschönerung Osterburgs ins Zeug legten. Wie zum Beispiel das Anpflanzen des Baums des Jahres, das 2016 eine Neuauflage erleben soll. Oder an eine Initiative für das Biesebad, wo die Politiker die von Ortsrat Thorsten Schulz geborene Idee eines Fassadenbildes für das neue Sozialgebäude in die Tat umsetzten. „Mit Michael Braune haben wir dafür den gleichen Künstler wie am Lies-Haus gewonnen. Und erneut ist es uns gelungen, diese Arbeit vollständig über Sponsoren zu finanzieren“, sagte Gose. Bei einem zweiten Projekt packten Ortspolitiker dann sogar selbst an. Gose und Ratsmitglied Hagen Portele unterstützten einen örtlichen Steinmetzbetrieb tatkräftig beim Ausgraben des Steins der Einheit, der im Frühherbst vom Großen Markt auf den Hilligesplatz umzog. „Das ist vermutlich der beste Ort, den wir für den Stein der Einheit finden konnten. Er steht jetzt im Herzen der Stadt“, freute sich der Ortschef über das erfolgreiche Unterfangen. Gose lobte in diesem Zusammenhang das neue Gesicht des Hilligesplatzes. Auch daran habe der Ortschaftsrat seinen Anteil, blickte der Bürgermeister auf einen „intensiven Austausch unseres Gremiums mit dem Planer des Platzes zurück.“ Einen guten Draht sieht Gose zudem zwischen den Ortsräten und dem Rathaus der Einheitsgemeinde, allen voran Bürgermeister Nico Schulz. „Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut, dafür ein großes Dankeschön!“

Soweit zum Blick zurück, Gose äußerte sich am Montag aber auch über ein zukünftiges Projekt. Dabei handelt es sich um einen Wegweiser, auf dem die Entfernungen zu großen Metropolen der Welt angegeben werden soll. Der Wegweiser ist für den August-Hilliges-Platz angedacht und soll in Zusammenarbeit mit dem Markgraf-Albrecht-Gymnasium entstehen. Zwar wurde es um diese Gedankenspiele in der Öffentlichkeit zuletzt etwas ruhiger, dennoch sei weiter an dem Projekt gearbeitet worden. „So haben wir uns in Zusammenarbeit mit der Verwaltung schon über den Standort für den Wegweiser abgestimmt“, sagte Gose. Der Ortsbürgermeister zeigte sich zuversichtlich, dass der neue Hingucker im ersten Quartal des kommenden Jahres in die Tat umgesetzt werden könnte.

Zuletzt trat Klaus-Peter Gose schließlich „Gerüchten entgegen, von denen ich überhaupt nicht weiß, woher sie kommen. Aber sicher ist: meine Frau und ich, wir bleiben auch nach der Schließung unserer Geschäfte zum Ende des Jahres Osterburger. Wir planen keinen Umzug nach Mecklenburg“, sagte Gose. Und er fügte hinzu: „Ich habe auch vor, bis zum Ende der Wahlperiode 2019 Ortsbürgermeister zu bleiben.“