Osterburg l „Warum ist das Licht noch nicht an? Fällt es dieses Jahr aus?“ Das fragte ein Autofahrer besorgt beim Blick auf die Ecke Bismarker Straße/Drosselweg in Osterburg. Birgit und Joachim Fricke haben ihr dort gelegenes Wohnhaus zu einem Weihnachtshaus gestaltet, das mit Beginn der Adventszeit im Lichterglanz erstrahlt. Traditionell am Freitag vor dem ersten Advent legt Joachim Fricke normalerweise den Schalter pünktlich um 19 Uhr um. Und nun war es schon 19.03 Uhr.

Doch der Fahrer konnte beruhigt werden. Letzte Kontrollblicke, ob alle Stecker saßen, wurden noch einmal akribisch vom Hausherren vorgenommen, denn in diesem Jahr sind wieder einige neue Sachen dazu gekommen. Bei Joachim Fricke hat eben alles seine Ordnung. Mit leichter Verspätung war es dann endlich soweit, und aus allen Ecken waren beim Einschalten staunende „Aaahhs“ und „Ooohhs“ zu hören.

Smartphones wurden gezückt und Fotos geknipst. Joachim Fricke hat sich mit der festlichen Weihnachtsdekoration seines Hauses nach Meinung von Passanten wieder einmal selbst übertroffen. Glanz in den Augen vor Freude war gleichermaßen bei jungen und älteren Zaungästen zu sehen. Autofahrer bremsten in aller Regelmäßigkeit ab, um einen kurzen Blick auf diese schillernde Augenweide zu werfen. Um die 15 000 verschiedene Lampen (überwiegend LED) und etliche Meter an Kabel sind auf dem Grundstück verbaut worden.

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Mit dem Schmücken hat der Hausherr bereits im Oktober angefangen. „Neu hinzugekommen ist unter anderem ein App-gesteuerter Weihnachtsbaum. Ich finde immer etwas“, sagt Joachim Fricke. Die Lichterglanz-Premiere erfolgte in den vergangenen Jahren immer mit zahlreichen Freunden und Sympathisanten. Deftige Grillspezialitäten und weihnachtliche Getränke wurden auf dem Hof der Frickes serviert. Wegen Corona wurde die Tradition diesmal nur im kleinen Rahmenfortgesetzt. „Wir sind diesmal ganz in Familie. Anders geht‘s ja nicht“, sagt bedauernd Ehefrau Birgit Fricke, die das außergewöhnliche Hobby ihres Mannes mitträgt. Noch bis zum 5. Januar kann man täglich zwischen 16.30 Uhr und 22 Uhr das Weihnachtshaus in Osterburg an der Bismarker Straße mit all seinen Details bestaunen. Der Abbau danach dauert für Joachim Fricke dann allerdings nicht so lange wie der Aufbau. „Innerhalb von 14 Tagen bin ich mit allem fertig.“