Landarzt

Werbener Praxis bleibt geöffnet

Dr. Rudolf Anton geht nach über 45 Jahren als niedergelassener Arzt in Werben in den Ruhestand. Fest steht: Die Praxis bleibt geöffnet.

Werben l Die Weichen sind gestellt: Die Werbener Praxis von Dr. Rudolf Anton (81) wird weiter geführt. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt konnte einen Nachfolger gewinnen. Dr. Anton könne dann in den wohlverdienten Ruhestand wechseln.

Auch zuletzt hatte das Team von Dr. Anton genug zu tun. Ein Zeichen, wie wichtig die Praxis in Werben ist. Dass die Kassenärztliche Vereinigung nun eine Lösung präsentiert, sorgt nicht nur in der Werbener Region, sondern ebenso bei René Schernikau für Erleichterung. Die ärztliche Versorgung auf dem Lande stellt für den Bürgermeister der Verbandsgemeinde eine Hauptaufgabe dar. In diesem Fall wurden viele Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung geführt, die wiederum die Praxis als Eigentümer weiterführt. Neuer Arzt ist Calin Carmaciu, der als Allgemeinmediziner künftig den Patienten mit seiner Erfahrung zur Verfügung stehen wird.

„Das ist eine gute Lösung“, ist der Verbandsgemeinde-Chef froh, dass Werben weiterhin auf einen niedergelassenen Arzt setzen kann. Dr. Anton sei für sein hohes Engagement bekannt, seit über 45 Jahren praktiziert er an der Elbe. Am morgigen Freitag wird er letztmals die Patienten begrüßen. Den Abschied sehe er mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Zusammen mit seiner Frau Heidi wird er Werben treu bleiben. Übrigens gehört Schwester Manuela Buchholz zum neuen Team von Dr. Carmaciu. Das freut Ehepaar Anton besonders. „Für die Patienten bleibt bis auf den Wechsel auf dem Ärztestuhl vieles gleich“, sagt Heidi Anton.

Dr. Calin Carmaciu kommt aus der ostelbischen Region, wird auf seiner täglichen Fahrt zur neuen Arbeitsstelle die Räbeler Fähre benutzen müssen. Die Hansestadt Werben wird ihn unterstützen und ihm die Fährüberfahrten nicht in Rechnung stellen. „Wir werden ihn auch weiterhin begleiten und bei eventuellen Problemen helfen“, verspricht René Schernikau.

Für den Verbandsgemeinde-Bürgermeister ist Werben damit auf einem guten Weg. Die wohnortnahe ärztliche Versorgung liegt Schernikau am Herzen. Iden und damit die Praxis von Medizinalrat Klaus Pick (77) hat er ebenso im Blick. „Dann wäre immer noch ein Loch in Goldbeck“, müsse für den Uchteort auch geworben werden. Trotzdem schätzt er die ärztliche Versorgung in der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck als gut ein.