Eichstedt l Gemeindearbeiter Frank Beust hatte die Zeit voll im Griff. „Wir müssen dann“, sagte er nicht nur einmal gen Eichstedts Bürgermeister Karlheinz Schwerin, der die Landeskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ durch den Ort führte. Im Kremser hinterm Traktor von Gemeinderatsmitglied Fritz Holtz. Den „Leutewagen“ hat sich die Dorfjugend mit Hilfe von örtlichen Handwerkern ausgebaut, samt alten Kinositzen, was bereits eine der kleinen Erfolgsgeschichten von Eich­stedt ist. Der Bürgermeister wusste auch größere davon zu berichten, galt es doch am Dienstag Punkte zu sammeln: im Ort mit 330 Einwohnern, mit zwölf Zusammenschlüssen und Vereinen, mit mehr als 30 Gewerbetreibenden, mit durchsanierten kommunalen Gebäuden, ohne Leerstand, mit guter Infrastruktur, neuen Wirtschaftswegen, engagierten Menschen. Und Kindern, wie die Kommission schon vor dem Sportsaal an den vielen ordentlich nebeneinander aufgereihten Schuhen der Drei- bis Fünfjährigen Kitakinder aus der „Villa Kunterbunt“ sah. Sie sangen gleich ein Lied für die Erwachsenen, bis sich diese gleich wieder auf den Weg machten. Sportplatz, Schützenhaus, Spielplatz, Rodelberg, Gemeinde- und Vereinstechnikzentrum, Bücherzelle, Kulturzentrum, Kirche, Nachtigalgedenkstein – in zwei Stunden erhielt die Kommission einen Überblick über das, was war, und das, was in Eichstedt geplant ist.

Grüngestaltung, Dorfstruktur, soziales Leben, Siedlungsentwicklung: Die Kommission prüft Eichstedt auf Herz und Nieren, wobei das Dorf sachsen-anhalt-weit noch zwölf Mitbewerber hat. Sie sind die Gewinner der Kreisausscheide, bei denen 94 Dörfer angetreten waren. Hat der Bürgermeister ein gutes Gefühl? „Schwer zu sagen, es strengen sich ja alle an, da entscheiden auch Nuancen, jeder hat Stärken und Schwächen.“ Wer am Ende das Rennen gemacht hat, erfahren die Teilnehmer am 9. September bei einer Veranstaltung auf der Landesgartenschau in Burg. Die besten zwei nehmen dann am Bundesausscheid teil.

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